SANARATE – Nach einem Massaker mit sieben Todesopfern hat die guatemaltekische Nationalpolizei in Sanarate mehrere Häuser durchsucht. Die Gebäude sollen mit der Gruppierung „Los Tambora“ in Verbindung stehen. Bei den Einsätzen beschlagnahmten die Beamten Waffen und Munition, wie die Zeitung Prensa Libre berichtete.
Die Gruppierung wird in Sanarate des Drogenkleinhandels beschuldigt. Nach Angaben der Polizei soll sie zudem in einen Konflikt mit der Bande Barrio 18 verwickelt sein. Ob die sichergestellten Waffen und die Munition unmittelbar mit dem Massaker in Verbindung stehen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Die Durchsuchungen erfolgten im Anschluss an die Gewalttat, bei der in Sanarate sieben Menschen getötet wurden. Weitere Einzelheiten zu den Opfern, zum genauen Ablauf des Massakers oder zu möglichen Festnahmen wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.
Die Nationalpolizei begründete die Maßnahmen mit den Ermittlungen gegen mutmaßliche Strukturen der Gruppierung „Los Tambora“. Die Behörden beschuldigen die Gruppe, im Bereich des Drogenkleinhandels aktiv zu sein. Der genannte Konflikt mit Barrio 18 gilt nach den vorliegenden Angaben als möglicher Hintergrund der Spannungen in der Region, ohne dass konkrete Details zu den Auseinandersetzungen bekannt sind.
Sanarate liegt in Guatemala. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen nach dem Massaker und den Durchsuchungen fort. Welche weiteren Schritte folgen und ob es zu Anklagen kommt, ist bislang nicht bekannt.