Das russische Generalkonsulat in Bonn ist seit heute geschlossen. Nach Angaben der Tagesschau erfolgte die Maßnahme als Reaktion auf einen Drohnen-Vorfall in Leipzig. Damit ist die diplomatische Vertretung Russlands an ihrem Standort in Bonn vorerst nicht mehr geöffnet.
Im Zuge der Schließung wurde die russische Flagge am Gebäude eingeholt. Das Personal des Generalkonsulats wurde nach Angaben der Meldung ausgeflogen. Weitere Einzelheiten zu dem Drohnen-Vorfall in Leipzig oder zum konkreten Ablauf der Schließung wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Bundesaußenminister Wadephul bezeichnete die Entscheidung als harte Reaktion. Zugleich machte er demnach deutlich, dass Deutschland weiterhin auf den Dialog mit Russland setze. Die Bundesregierung verbindet die Schließung damit offenbar mit einer Reaktion auf das Ereignis in Leipzig, hält den Gesprächskanal zu Russland jedoch grundsätzlich offen.
Die Maßnahme fällt in die angespannten Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Mit der Schließung des Generalkonsulats setzt Deutschland ein deutliches Zeichen im Zusammenhang mit dem Drohnen-Vorfall. Welche weiteren diplomatischen oder politischen Folgen sich daraus ergeben, ist anhand der vorliegenden Informationen nicht bekannt.