Die US-Regierung hat der iranischen „Kerndelegation“ Visa für die hochrangige Sitzung der UN-Generalversammlung in New York genehmigt. Nach Angaben des US-Außenministeriums dürfen daran der iranische Präsident Masoud Pezeshkian, Außenminister Abbas Araghchi sowie notwendige Mitarbeiter teilnehmen.
Die Sitzung findet in der kommenden Woche am Sitz der Vereinten Nationen in New York statt. Mit der Genehmigung der Visa wird der iranischen Führung die Teilnahme auf höchster Ebene ermöglicht. Damit könnten sowohl die Vereinigten Staaten als auch der Iran bei dem Treffen vertreten sein.
Die Entscheidung fällt in einer angespannten Phase der Beziehungen zwischen beiden Ländern. Der Kriegskonflikt zwischen den USA und Iran ist nach den vorliegenden Informationen festgefahren. Weitere Einzelheiten zu den Visa, zu möglichen Gesprächen oder zu den jeweiligen Delegationsgrößen wurden nicht genannt.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen bietet beiden Seiten damit die Möglichkeit, ihre Positionen im Rahmen des internationalen Treffens zu vertreten. Ob es am Rande der Sitzung zu direkten Kontakten zwischen den USA und Iran kommt, ist nicht bekannt.
Das US-Außenministerium teilte mit, dass sich die Genehmigung auf die iranische Kerndelegation und die für ihre Teilnahme erforderlichen Mitarbeiter bezieht. Die Entscheidung betrifft damit nach den vorliegenden Angaben nicht grundsätzlich alle möglichen Mitglieder einer iranischen Delegation, sondern den genannten Personenkreis.
Die Visaerteilung erfolgt vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts und ermöglicht die Anwesenheit des iranischen Präsidenten sowie seines Außenministers bei der UN-Sitzung. Zu den weiteren Programmpunkten der Delegation liegen keine Informationen vor.