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Kanada und Deutschland ringen um Vorsitz im NATO-Militärausschuss

In einer geheimen Abstimmung entscheidet die NATO am Samstag zwischen Kanadas Generalin Jennie Carignan und Deutschlands General Carsten Breuer. Ein Sieg Carignans wäre historisch und würde Kanada nach fast zwei Jahrzehnten zurück auf den Posten bringen.

Kanada und Deutschland ringen um Vorsitz im NATO-Militärausschuss
Foto: CBC World
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Die NATO entscheidet am Samstag in einer geheimen Abstimmung über die künftige Leitung ihres Militärausschusses. Zur Wahl stehen die kanadische Generalin Jennie Carignan und der deutsche General Carsten Breuer. Damit konkurrieren Kanada und Deutschland um einen wichtigen Spitzenposten innerhalb des Bündnisses.

Ein Erfolg Carignans hätte nach den vorliegenden Informationen historische Bedeutung. Sie wäre die erste Frau an der Spitze des NATO-Militärausschusses. Zugleich würde Kanada nach fast zwei Jahrzehnten wieder den Vorsitz des Gremiums übernehmen. Die Abstimmung gilt daher nicht nur als Entscheidung zwischen zwei militärischen Kandidaten, sondern auch als Richtungsentscheidung über die künftige Vertretung Kanadas in einem zentralen NATO-Gremium.

Carignans Kandidatur fällt in eine Phase, in der Kanada engere Beziehungen zu Europa anstrebt. Welche Bedeutung diese politische Annäherung für die Unterstützung ihrer Bewerbung hat, bleibt offen. Fest steht jedoch, dass die Wahl vor dem Hintergrund eines verstärkten kanadischen Interesses an den Beziehungen zu europäischen Partnern stattfindet.

Neben dem Wettbewerb zwischen den beiden Kandidaten richtet sich die Aufmerksamkeit auf den möglichen Einfluss der Vereinigten Staaten. Im Vorfeld der geheimen Abstimmung stellt sich die Frage, ob US-Präsident Donald Trump auf den Ausgang einwirken könnte. Konkrete Angaben dazu, ob oder in welcher Form ein solcher Einfluss ausgeübt wurde, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Die Entscheidung soll am Samstag fallen. Bis dahin bleibt offen, ob sich die NATO-Mitgliedstaaten für Carignan oder Breuer entscheiden. Für Kanada würde ein Sieg der Generalin sowohl die Rückkehr auf den Posten nach einer langen Unterbrechung als auch eine historische Premiere bedeuten. Deutschland könnte den Vorsitz dagegen mit General Breuer übernehmen.

Der Vorsitz im Militärausschuss ist damit Gegenstand eines internationalen Auswahlprozesses, bei dem neben den persönlichen Kandidaturen auch die Beziehungen innerhalb des Bündnisses sichtbar werden. Die geheime Abstimmung soll zeigen, welchem Bewerber die Mitgliedstaaten ihre Unterstützung geben. Weitere Einzelheiten zum Ablauf oder zum erwarteten Ergebnis sind in den vorliegenden Angaben nicht enthalten.

Quelle: CBC World ↗