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Generalinspekteur Breuer fordert dauerhafte Anpassung der Verteidigungsstrategie

Generalinspekteur Carsten Breuer sieht angesichts des schnellen technischen Wandels langfristige Verteidigungskonzepte als nicht ausreichend an. Zugleich fordert er einen größeren Beitrag der Gesellschaft zur Verteidigung.

Generalinspekteur Breuer fordert dauerhafte Anpassung der Verteidigungsstrategie
Foto: WELT
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Generalinspekteur Carsten Breuer fordert eine kontinuierliche Anpassung der deutschen Verteidigungsstrategie. Nach seiner Einschätzung verändert der schnelle technische Wandel die Voraussetzungen für künftige Konflikte so stark, dass langfristig angelegte Konzepte ihre Gültigkeit verlieren können.

Breuer verbindet diese Einschätzung mit einem Appell an die Gesellschaft. Verteidigung sei demnach nicht allein eine Aufgabe der Streitkräfte. Vielmehr müsse sich die Gesellschaft insgesamt stärker mit ihrer Verantwortung für die Verteidigung auseinandersetzen und dazu einen Beitrag leisten.

Im Mittelpunkt der Forderung steht die Fähigkeit, strategische Planungen fortlaufend zu überprüfen und an neue Entwicklungen anzupassen. Nach Angaben aus der Meldung führen insbesondere die raschen technischen Veränderungen dazu, dass Annahmen über künftige Konflikte nicht dauerhaft verlässlich bleiben. Konzepte, die über einen längeren Zeitraum unverändert verfolgt würden, könnten deshalb ihre Eignung verlieren.

Breuer warnt in diesem Zusammenhang vor einem Scheitern, wenn die notwendigen Veränderungen nicht als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden werden. Seine Äußerungen zielen damit sowohl auf die Weiterentwicklung der militärischen Strategie als auch auf eine breitere gesellschaftliche Beteiligung an Fragen der Verteidigung.

Welche konkreten Maßnahmen aus dem geforderten Kraftakt der Gesellschaft folgen sollen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Ebenso werden keine Einzelheiten zu bestimmten Technologien, Konfliktszenarien oder organisatorischen Veränderungen genannt. Fest steht nach Breuers Einschätzung jedoch, dass Verteidigungsplanung unter den Bedingungen eines schnellen technischen Wandels nicht als dauerhaft abgeschlossener Prozess betrachtet werden kann.

Quelle: WELT ↗