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Faktencheck prüft virales Video zu angeblich zerstörten Briefwahlstimmen

Ein im Internet verbreitetes Video soll zeigen, dass in Berlin Briefwahlstimmen für die AfD vernichtet werden. Ein Faktencheck untersucht die Aufnahmen und die Konten, die sie verbreiten.

Faktencheck prüft virales Video zu angeblich zerstörten Briefwahlstimmen
Foto: Photo by Felix Mittermeier on Pexels
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Was passiert ist

In Berlin kursiert ein Video, das einen möglichen Angriff auf die Briefwahl nahelegen soll. Nach der Darstellung, die mit den Aufnahmen verbunden ist, würden Briefwahlstimmen für die AfD vor einer Wahl zerstört. Das Material verbreitet sich viral.

Die Deutsche Welle prüft in einem Faktencheck, was auf dem Video tatsächlich zu sehen ist und wie die damit verbundene Behauptung einzuordnen ist. Dabei werden auch die Konten untersucht, über die die Aufnahmen verbreitet werden.

Was wir wissen

Gesichert ist, dass ein Video mit dem beschriebenen Vorwurf im Internet kursiert und Aufmerksamkeit erhält. Der behauptete Vorgang wird demnach Berlin und der Zeit vor einer Wahl zugeordnet. Im Mittelpunkt steht die Behauptung, Briefwahlstimmen für die AfD seien absichtlich zerstört worden.

Die vorliegenden Informationen enthalten keine Bestätigung dafür, dass eine solche Zerstörung tatsächlich stattgefunden hat. Sie beschreiben vielmehr einen laufenden Faktencheck, der das Videomaterial sowie die verbreitenden Nutzerkonten untersucht. Damit ist zunächst festzuhalten, dass die zentrale Aussage des Videos als zu prüfende Behauptung behandelt wird.

Der Fall betrifft die Glaubwürdigkeit von Informationen über Wahlen und die Briefwahl. Die schnelle Verbreitung des Materials kann dazu beitragen, Zweifel an der ordnungsgemäßen Durchführung einer Wahl zu verstärken. Ob die Aufnahmen den behaupteten Zusammenhang belegen, lässt sich aus den vorliegenden Angaben allein jedoch nicht ableiten.

Was noch unklar ist

Offen bleibt, wann und unter welchen Umständen das Video aufgenommen wurde. Ebenso liegen keine Angaben dazu vor, wer die Aufnahmen erstellt hat, welche konkrete Wahl gemeint ist oder wo in Berlin der behauptete Vorgang stattgefunden haben soll.

Nicht geklärt ist außerdem, ob auf dem Video tatsächlich Briefwahlunterlagen zu erkennen sind und ob diese der AfD zugeordnet werden können. Die vorliegenden Informationen nennen auch keine bestätigten Belege dafür, dass Stimmen zerstört wurden. Unklar bleibt damit, zu welchem Ergebnis die Untersuchung des Materials und der beteiligten Konten kommt.

Auch die Reichweite des Videos sowie die Identität der Personen oder Konten, die es verbreiten, werden in den bereitgestellten Angaben nicht näher beschrieben. Eine abschließende Bewertung der Behauptung ist auf dieser Grundlage daher nicht möglich.

Quelle

DW Deutsch (@dw_deutsch)

Quellen: DW Deutsch ↗ · WELT ↗