Was passiert ist
Die Schweiz hat in diesem Sommer nach Berechnungen des Städteverbands einen wirtschaftlichen Schaden von rund zwei Milliarden Franken erlitten. Als Grund nennt die Studie eine geringere Produktivität der Menschen während der Hitzewelle.
Die hohen Temperaturen belasteten den Angaben zufolge unter anderem den Arbeitsalltag. Überhitzte Büros und stickige Sitzungen werden als Beispiele genannt. Auch schlaflose Nächte könnten die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt haben. Der Städteverband verbindet diese Belastungen mit einem Rückgang der Produktivität und damit mit erheblichen Kosten für die Schweizer Wirtschaft.
Was wir wissen
Die Berechnung stammt aus einer neuen Studie des Schweizer Städteverbands. Sie befasst sich mit den wirtschaftlichen Auswirkungen des Hitzesommers in der Schweiz und kommt auf einen Verlust von zwei Milliarden Franken.
Im Mittelpunkt steht die Arbeitsproduktivität. Nach den vorliegenden Angaben waren Menschen wegen der Hitze weniger produktiv. Die Studie führt dabei verschiedene Alltagssituationen an: Arbeitsplätze können sich aufheizen, Besprechungen können durch die Temperaturen belastet werden, und schlechter Schlaf kann die Leistungsfähigkeit am folgenden Tag beeinträchtigen.
Aus den Angaben geht außerdem hervor, dass der Städteverband als Reaktion auf die Belastungen mehr Geld vom Bund fordert. Welche konkreten Maßnahmen damit finanziert werden sollen, wird in der vorliegenden Meldung nicht näher ausgeführt.
Die Studie ordnet die Hitzefolgen damit nicht nur als gesundheitliche oder alltägliche Belastung ein, sondern auch als wirtschaftliches Problem. Der genannte Betrag soll den Produktivitätsverlust der Menschen im Sommer abbilden.
Was noch unklar ist
Nicht bekannt ist, auf welchen Zeitraum sich die Berechnung genau bezieht und welche konkreten Temperaturen oder Wetterdaten in die Studie eingeflossen sind. Ebenfalls fehlen Angaben dazu, wie der Städteverband den Produktivitätsverlust ermittelt und welche Branchen oder Arbeitsbereiche besonders stark betroffen waren.
Unklar bleibt außerdem, ob die Summe von zwei Milliarden Franken ausschließlich auf geringere Arbeitsleistung zurückgeht oder ob weitere wirtschaftliche Folgen berücksichtigt wurden. Die vorliegenden Informationen nennen auch keine Einzelheiten zu den Forderungen an den Bund und keine Reaktion der Bundesbehörden.
Quelle
NZZ