Was passiert ist
In Hagen soll eine 18-Jährige einen 67 Jahre alten Rollstuhlfahrer nach einem Streit angegriffen und in Brand gesetzt haben. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wird gegen die junge Frau wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt. Sie befindet sich in Untersuchungshaft.
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag in Hagen. Die Tatverdächtige soll den Mann, den sie flüchtig kannte, zunächst mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und anschließend angezündet haben. Passanten löschten die Flammen und alarmierten die Polizei.
Der Rollstuhlfahrer erlitt schwere Verletzungen. Er wurde in eine Spezialklinik gebracht und schwebt nach den vorliegenden Angaben in Lebensgefahr.
Was wir wissen
Die Tatverdächtige flüchtete nach dem Angriff zunächst vom Ort des Geschehens. Später wurde sie in Münster festgenommen. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen zu dem Vorfall.
Die zuständigen Behörden teilten die Angaben am Samstagabend mit. Der Tatort lag in Hagen in Nordrhein-Westfalen. Über die Beteiligten ist bekannt, dass die beschuldigte Frau 18 Jahre alt und der verletzte Mann 67 Jahre alt ist. Zwischen beiden soll ein flüchtiger Kontakt bestanden haben.
Der Verdacht richtet sich auf einen versuchten Mord. Die Einordnung beruht auf dem bisherigen Ermittlungsstand und stellt keine abschließende gerichtliche Bewertung dar. Die Untersuchungshaft wurde gegen die 18-Jährige angeordnet.
Die Rettungsmaßnahmen am Tatort wurden nach den vorliegenden Informationen von Passanten eingeleitet. Sie löschten das Feuer, bevor der Verletzte in medizinische Behandlung gebracht wurde.
Was noch unklar ist
Nicht bekannt sind bislang die genauen Hintergründe des Streits und der mögliche Anlass für den Angriff. Ebenfalls offen ist, welche brennbare Flüssigkeit verwendet worden sein soll und wie sich die Tat im Einzelnen ereignete.
Weitere Angaben zum Zustand des 67-Jährigen liegen nicht vor. Unklar ist auch, wann genau die Tatverdächtige in Münster festgenommen wurde und ob sie sich zu den Vorwürfen geäußert hat. Zum weiteren Verlauf der Ermittlungen wurden in den vorliegenden Informationen keine Details genannt.
Quelle
KURIER (@KURIERat)