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KI-Unternehmen wollen Entwicklungstempo offenbar freiwillig drosseln

OpenAI und Anthropic sollen sich Berichten zufolge auf eine freiwillige Verlangsamung der KI-Entwicklung verständigt haben. Auch Musks Modell Grok könnte pausieren, während OpenAI seinen Börsengang verzögert.

KI-Unternehmen wollen Entwicklungstempo offenbar freiwillig drosseln
Foto: NZZ

Die Entwicklung leistungsfähiger Systeme in der US-amerikanischen KI-Branche könnte sich vorübergehend verlangsamen. OpenAI und Anthropic haben sich Berichten zufolge auf eine freiwillige Drosselung des Entwicklungstempos geeinigt. Auch das von Elon Musk entwickelte KI-Modell Grok soll einer freiwilligen Pause zustimmen.

Hintergrund der angekündigten Zurückhaltung sind Meldungen über zunehmend mächtige KI-Systeme. Einige dieser Anwendungen werden dem Bericht zufolge teilweise als „übermächtig“ bezeichnet. Welche konkreten technischen Entwicklungsarbeiten von der freiwilligen Verlangsamung betroffen sein sollen und wie lange sie dauern könnte, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Die Entwicklung deutet auf wachsende Sicherheitsbedenken innerhalb der Branche hin. Die Unternehmen setzen demnach nicht nur auf einen möglichst schnellen technischen Fortschritt, sondern berücksichtigen auch die mit besonders leistungsfähigen Systemen verbundenen Risiken. Eine verbindliche staatliche Vorgabe wird in diesem Zusammenhang nicht genannt. Es handelt sich vielmehr um eine freiwillige Verständigung der beteiligten Unternehmen.

Von der Entwicklung ist auch OpenAIs Verhältnis zum Kapitalmarkt betroffen. Das Unternehmen verzögert Berichten zufolge seinen geplanten Börsengang. Damit verändert sich neben dem Tempo der technologischen Weiterentwicklung auch die Erwartung an einen möglichen Schritt an die Börse.

Die Entscheidungen betreffen mehrere bekannte Akteure der KI-Branche. Neben OpenAI und Anthropic wird auch Grok genannt, das dem Unternehmen xAI von Elon Musk zugerechnet wird. Nach den vorliegenden Angaben soll das Modell ebenfalls einer freiwilligen Pause zustimmen. Weitere Einzelheiten zu den jeweiligen Plänen oder zu einem gemeinsamen Vorgehen der Unternehmen liegen nicht vor.

Die mögliche Verlangsamung markiert damit eine vorläufige Abkehr vom ausschließlich auf Beschleunigung ausgerichteten Wettbewerb. Zugleich bleibt offen, ob und in welchem Umfang die angekündigten Maßnahmen umgesetzt werden. Fest steht nach den vorliegenden Berichten, dass Sicherheitsfragen und die Sorge über die wachsende Leistungsfähigkeit von KI-Systemen zunehmend Einfluss auf strategische Entscheidungen der Unternehmen nehmen.

Quelle: NZZ ↗