Die Europäische Union will ihre Reaktion auf hybride Bedrohungen besser abstimmen. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt vor weiteren Angriffen aus Russland und fordert dafür ein neues Sicherheitsprotokoll. Ziel ist es, Sabotage, Cyberattacken und andere Gefahren für die europäische Sicherheit koordinierter zu bekämpfen.
Nach Angaben aus Brüssel sieht Kallas in den Aktivitäten eine wachsende Gefahr für die Demokratie. Hybride Angriffe können demnach unterschiedliche Formen annehmen und neben digitalen Attacken auch Sabotage umfassen. Genauere Angaben zu konkreten Vorfällen, möglichen Zielen oder einem Zeitplan für das geforderte Protokoll liegen bislang nicht vor.
Die EU steht damit vor der Aufgabe, Bedrohungen, die nicht eindeutig einem klassischen militärischen Angriff zuzuordnen sind, gemeinsamer zu bewerten und ihre Gegenmaßnahmen abzustimmen. Ein neues Sicherheitsprotokoll soll nach Kallas’ Forderung dazu beitragen, die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten und der europäischen Institutionen zu verbessern.
Kallas verbindet die Warnung zugleich mit dem Schutz demokratischer Strukturen. Welche zusätzlichen Maßnahmen die Europäische Union ergreifen will und wie ein solches Protokoll konkret ausgestaltet werden könnte, ist derzeit offen. Das berichtete zuerst Spiegel Online.
Kurz zusammengefasst
- Kaja Kallas warnt vor weiteren hybriden Angriffen aus Russland und fordert ein neues Sicherheitsprotokoll
- Die EU will Sabotage, Cyberattacken und andere hybride Gefahren koordinierter bekämpfen
- Konkrete Vorfälle, mögliche Ziele und ein Zeitplan für das Protokoll sind bislang nicht bekannt
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