Die Belastung des Grundwassers mit Trifluoracetat, kurz TFA, ist in Österreich innerhalb von fünf Jahren deutlich gestiegen. Einer neuen Analyse zufolge hat sich die Konzentration des Stoffes in diesem Zeitraum verdoppelt. TFA gilt als Abbauprodukt aus der Gruppe der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen, kurz PFAS.
Der festgestellte Anstieg weist nach Angaben der vorliegenden Analyse auf eine rasche Zunahme der Belastung hin. Das Grundwasser ist dabei von besonderer Bedeutung, weil es als Bestandteil der natürlichen Wasserressourcen erfasst wird. Konkrete Angaben zu einzelnen Regionen, Messstellen oder zur Höhe der gemessenen Konzentrationen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Fachleute sehen insbesondere eine Gruppe von Pestiziden als wesentliche Quelle der TFA-Belastung. Sie fordern deshalb, diese Produkte vom Markt zu nehmen. Nach ihrer Einschätzung könnte ein solcher Schritt dazu beitragen, den weiteren Eintrag des PFAS-Abbauprodukts zu begrenzen.
Die Forderung folgt auf die Ergebnisse der neuen Analyse, die eine Verdoppelung der Belastung innerhalb von nur fünf Jahren dokumentiert. Damit steht weniger eine einmalige Verunreinigung als vielmehr die Entwicklung der Belastung im Mittelpunkt. Die vorliegenden Angaben enthalten jedoch keine weiteren Details dazu, unter welchen Bedingungen die Untersuchungen durchgeführt wurden oder welche Maßnahmen neben einem möglichen Marktentzug geprüft werden.
TFA wird in der Analyse als PFAS-Abbauprodukt bezeichnet. Die Stoffgruppe PFAS umfasst damit im Zusammenhang stehende langlebige Chemikalien. Welche konkreten Auswirkungen die festgestellten TFA-Werte auf die Gesundheit haben, wird in den vorliegenden Informationen nicht näher ausgeführt. Auch Angaben zu geltenden Grenz- oder Orientierungswerten sowie zu einer möglichen Gefährdung der Bevölkerung liegen nicht vor.
Die Entwicklung im Grundwasser verstärkt nach Einschätzung der Fachleute den Handlungsdruck bei der Verwendung der als Quelle genannten Pestizide. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie weitere Einträge verhindert werden können. Eine abschließende Bewertung der Belastung und ihrer Folgen ist auf Grundlage der bislang vorliegenden Informationen jedoch nicht möglich.
Die Analyse macht zugleich deutlich, dass sich die TFA-Belastung nicht nur auf einzelne Messwerte reduzieren lässt. Entscheidend ist der Zeitraum, in dem sich die Belastung verdoppelt hat. Weitere Informationen zu den untersuchten Gebieten, den beteiligten Institutionen und den konkreten Pestiziden wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.