Die großen US-Militärbasen im Nahen Osten stehen nach einer aktuellen Einschätzung der Neuen Zürcher Zeitung erheblich unter Druck. Demnach können die Einrichtungen in der Region nicht mehr wirksam gegen iranische Raketen und Drohnen geschützt werden. Die Einschätzung bezieht sich auf mehrere US-Stützpunkte und nicht auf einen einzelnen Standort.
Nach Angaben der NZZ haben die Angriffe Schäden verursacht, die in die Milliarden gehen sollen. Zugleich seien erhebliche logistische Probleme entstanden. Welche konkreten Einrichtungen betroffen sind, wie hoch die Schäden an den einzelnen Standorten ausfallen und in welchem Zeitraum sie entstanden, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Die Beeinträchtigungen betreffen demnach nicht nur die militärische Infrastruktur. Auch die Fähigkeit der USA, ihre Stützpunkte in der Region zu schützen und deren Betrieb aufrechtzuerhalten, wird infrage gestellt. Die Einschätzung beschreibt damit eine Belastung für die amerikanische Präsenz im Nahen Osten, ohne einzelne Maßnahmen oder Reaktionen der US-Regierung zu nennen.
Die Entwicklung könnte nach Darstellung der NZZ auch politische Folgen haben. Die Rolle der Vereinigten Staaten als Schutzmacht im Nahen Osten gerät demnach unter Druck. Der bisherige amerikanische Schutzschirm sei in diesem Krieg „zerschmettert“ worden. Die Formulierung gibt die Bewertung der Quelle wieder und stellt keine unabhängig belegte Feststellung über die künftige Sicherheitsordnung der Region dar.
Unklar bleibt auf Grundlage der vorliegenden Angaben, welche Abwehrsysteme eingesetzt wurden, wie viele Angriffe die Stützpunkte getroffen haben und ob beziehungsweise wann die beschädigten Einrichtungen wieder vollständig nutzbar sein könnten. Ebenfalls liegen keine Informationen zu möglichen Verletzten, zu konkreten Ausfällen oder zu den Reaktionen der betroffenen Staaten vor.
Fest steht nach der Einschätzung jedoch, dass die großen US-Stützpunkte im Nahen Osten ihre bisher zugeschriebene Schutzfunktion nicht mehr uneingeschränkt erfüllen können. Die Kombination aus möglichen Schäden in Milliardenhöhe, logistischen Schwierigkeiten und der Bedrohung durch iranische Raketen und Drohnen stellt damit eine erhebliche Herausforderung für die amerikanische Militärpräsenz in der Region dar.