Kairo weist Pläne zur Vertreibung von Palästinensern aus dem Gazastreifen zurück. Ägyptens Präsident Abdel Fattah el-Sisi sprach sich gegen eine Entfernung der Bevölkerung aus dem abgeriegelten Küstengebiet aus.
Seine Äußerungen stehen im Gegensatz zu einer zuvor bekannt gewordenen Ankündigung des israelischen Verteidigungsministers. Dieser hatte erklärt, Palästinenser aus dem Gazastreifen entfernen zu wollen. Weitere Einzelheiten zu den angekündigten Maßnahmen wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Damit treten unterschiedliche Positionen zur Zukunft des Gazastreifens und zum Umgang mit der dort lebenden palästinensischen Bevölkerung deutlich hervor. Die gegensätzlichen Aussagen verschärfen den Streit über die politische und humanitäre Perspektive des Küstengebiets.
Ägypten gehört zu den Staaten, die sich in der Frage des Gazastreifens gegen eine Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung stellen. Der Konflikt über den künftigen Status des Gebiets und den Verbleib seiner Bewohner bleibt damit ungelöst.