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Wiener Stadttempel bei Festakt wiedereröffnet

Die Wiener Synagoge Stadttempel ist wiedereröffnet worden. Bei der Feier standen die Bedeutung des Gotteshauses und der zunehmende Antisemitismus im Mittelpunkt.

Wiener Stadttempel bei Festakt wiedereröffnet
Foto: DER STANDARD

Die Wiener Synagoge Stadttempel ist bei einem Festakt wiedereröffnet worden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen sowohl die Bedeutung des Gotteshauses für das jüdische Leben als auch die Debatte über den zunehmenden Antisemitismus.

Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, erklärte bei dem Festakt, Antisemitismus verschwinde nicht. Vielmehr verändere er seine Ausdrucksformen und seine Wortwahl. Damit verwies Deutsch auf die anhaltende Präsenz antisemitischer Einstellungen und auf deren verändertes Auftreten.

Die Wiedereröffnung wurde zugleich mit einem Bekenntnis zur Zugehörigkeit des Judentums zu Österreich verbunden. Bei der Veranstaltung wurde betont: „Judentum gehört zu Österreich wie Milch in die Melange.“ Der Satz unterstreicht den Anspruch, jüdisches Leben als festen Bestandteil der österreichischen Gesellschaft zu verstehen.

Der Stadttempel in Wien steht damit nicht nur im Zeichen der Wiedereröffnung. Die Feier war auch Anlass, auf die Bedeutung jüdischer Einrichtungen und auf die Herausforderung durch Antisemitismus hinzuweisen. Konkrete weitere Einzelheiten zum Ablauf des Festakts wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.

Quelle: DER STANDARD ↗