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Ebola-Ausbruch im Kongo könnte früher begonnen haben

Mehr als 3000 Menschen sind im Kongo bereits an Ebola gestorben. Rekonstruktionen zum Verlauf der Epidemie legen nahe, dass das Virus möglicherweise schon seit Februar zirkuliert.

Ebola-Ausbruch im Kongo könnte früher begonnen haben
Foto: DW Deutsch

Im Kongo dauert der Kampf gegen eine schwere Ebola-Epidemie an. Seit Mai sind Mediziner und weitere Fachkräfte mit der Eindämmung des Ausbruchs befasst. Nach den vorliegenden Angaben starben bereits mehr als 3000 Menschen an den Folgen der Infektion.

Rekonstruktionen des bisherigen Epidemieverlaufs deuten darauf hin, dass das Ebola-Virus möglicherweise früher im Land zirkuliert haben könnte als zunächst angenommen. Demnach könnte die Ausbreitung bereits im Februar begonnen haben. Die zeitliche Einordnung beruht auf verschiedenen Rekonstruktionen und ist daher vorsichtig zu bewerten.

Die Angaben betreffen einen landesweiten Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo. Ein genauer Ausgangspunkt oder ein einzelnes Epizentrum ist nicht genannt. Damit bleibt offen, wo die ersten Übertragungen stattfanden und wie sich das Virus zunächst verbreitete.

Die hohe Zahl der Todesfälle unterstreicht das Ausmaß der Epidemie. Zugleich erschwert die mögliche frühere Zirkulation des Virus die Rekonstruktion des Geschehens. Für die mit der Eindämmung befassten Fachkräfte ist die Frage nach dem Beginn des Ausbruchs von Bedeutung, weil sie Hinweise auf die Entwicklung und Ausbreitung der Epidemie liefern kann.

Weitere Einzelheiten zu den Rekonstruktionen, zu den betroffenen Regionen oder zum aktuellen Stand der Maßnahmen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Fest steht demnach, dass der Ausbruch seit Mai bekämpft wird und mehr als 3000 Menschen gestorben sind. Die Annahme, das Virus könne bereits seit Februar zirkuliert haben, bleibt eine aus den bisherigen Rekonstruktionen abgeleitete Möglichkeit.

Quelle: DW Deutsch ↗