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Medikamentenengpässe betreffen zunehmend Psychopharmaka in Österreich

Der Pharmig zufolge wird die Arzneimittelversorgung in Österreich schwieriger. Fachleute berichten von Engpässen bei Psychopharmaka und warnen vor zusätzlichen psychischen Belastungen für betroffene Patientinnen und Patienten.

Medikamentenengpässe betreffen zunehmend Psychopharmaka in Österreich
Foto: ORF News

Die Arzneimittelversorgung in Österreich wird nach Einschätzung des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig) zunehmend schwieriger. Vor dem Welttag der Patientinnen- und Patientensicherheit warnt der Verband vor den Folgen globaler Krisen und internationaler Abhängigkeiten für die Verfügbarkeit von Medikamenten.

Von den Engpässen sind nach Angaben von Fachleuten verstärkt Psychopharmaka betroffen. Dazu zählen aktuell auch Medikamente, die zur Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems eingesetzt werden. Konkrete Angaben zum Umfang der Lieferprobleme oder zu einzelnen Präparaten liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Die Entwicklung ist für Patientinnen und Patienten, die auf eine regelmäßige medikamentöse Behandlung angewiesen sind, besonders belastend. Mediziner warnen, dass die Unsicherheit über die Verfügbarkeit zusätzlich auf die psychische Situation der Betroffenen wirken kann. Damit können bestehende Belastungen durch die Erkrankung und die Sorge um die weitere Versorgung zusammenkommen.

Als Gründe für die schwieriger gewordene Arzneimittelversorgung nennt die Pharmig globale Krisen und internationale Abhängigkeiten. Diese Faktoren erschwerten eine verlässliche Versorgung zunehmend. Die Warnung des Verbands bezieht sich auf die Arzneimittelversorgung in Österreich insgesamt; zugleich berichten Fachleute von einer besonderen Betroffenheit des Bereichs der Psychopharmaka.

Der Welttag der Patientinnen- und Patientensicherheit rückt die Bedeutung einer verlässlichen medizinischen Versorgung in den Mittelpunkt. Die aktuellen Hinweise machen deutlich, dass Lieferprobleme nicht nur die Verfügbarkeit von Arzneimitteln betreffen, sondern auch für die betroffenen Menschen eine zusätzliche Belastung darstellen können. Die Pharmig fordert beziehungsweise beschreibt in den vorliegenden Informationen jedoch keine konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Lage.

Quelle: ORF News ↗