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BBC-Recherche: Entführung von Austin Tice offenbar wochenlang vorbereitet

Eine von der BBC zitierte Quelle beschuldigt das frühere syrische Assad-Regime, die Verschleppung des US-Journalisten Austin Tice nahe Damaskus wochenlang geplant und genehmigt zu haben.

BBC-Recherche: Entführung von Austin Tice offenbar wochenlang vorbereitet
Foto: BBC World

Die Entführung des US-Journalisten Austin Tice nahe Damaskus soll nach einer Recherche der BBC vom damaligen syrischen Machthaber Bashar al-Assad genehmigt worden sein. Eine von der britischen Rundfunkanstalt zitierte Quelle erklärte demnach, die Verschleppung sei über mehrere Wochen vorbereitet worden.

Tice gilt seit seiner Entführung als vermisst. Die BBC wertet die Aussagen als Hinweis darauf, dass die Verschleppung nicht spontan erfolgte, sondern innerhalb des damaligen syrischen Machtapparats geplant worden sein könnte. Nach Angaben der Quelle soll Assad persönlich die Genehmigung erteilt haben.

Die Vorwürfe richten sich gegen das Assad-Regime, das zum Zeitpunkt der Entführung in Syrien an der Macht war. Die BBC stellte die Informationen im Rahmen einer Recherche vor. Aus den vorliegenden Angaben geht nicht hervor, ob die behauptete Genehmigung durch weitere unabhängige Belege bestätigt werden konnte.

Austin Tice wird seit seiner Verschleppung vermisst. Die Umstände seines Verbleibs bleiben nach den vorliegenden Informationen ungeklärt. Auch zur aktuellen Situation des Journalisten enthält die Meldung keine weiteren Angaben.

Die Recherche der BBC liefert damit neue Hinweise auf eine mögliche Beteiligung staatlicher Stellen an der Entführung. Die zentrale Aussage beruht jedoch auf der Darstellung einer von der BBC zitierten Quelle. Eine abschließende unabhängige Bestätigung der Vorwürfe liegt nach den vorliegenden Informationen nicht vor.

Quelle: BBC World ↗