In Paris beraten europäische und arabische Militärchefs über die künftige Sicherheitsarchitektur im Libanon. Im Mittelpunkt des Treffens steht die Frage, wie die libanesische Armee stärker unterstützt und stabilisiert werden kann. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund regionaler Spannungen und anhaltender Unsicherheit im Südlibanon statt.
Besondere Bedeutung hat das bevorstehende Ende des Mandats der UN-Friedensmission im Libanon. Dieses läuft zum Jahresende aus. Welche Folgen sich daraus für die Sicherheitslage und die internationale Präsenz im Land ergeben, steht im Zentrum der Beratungen.
Die libanesischen Streitkräfte gelten als angeschlagen. Die europäischen und arabischen Teilnehmer wollen nach den vorliegenden Informationen erörtern, auf welche Weise die Armee des Landes gestärkt werden könnte. Konkrete Beschlüsse oder Einzelheiten zu möglichen Unterstützungsmaßnahmen wurden zunächst nicht genannt.
Die Gespräche werden zudem von der Sorge begleitet, dass Israel erneut militärisch im Südlibanon vorgehen könnte. Der mögliche Ausgang der Beratungen ist deshalb auch mit Blick auf die regionale Sicherheitslage von Bedeutung. Angaben dazu, ob es bereits konkrete Vereinbarungen oder einen gemeinsamen Plan für die Zeit nach dem Ende der UN-Mission gibt, liegen nicht vor.