Die französische Präsidentschaftsbewerberin Marine Le Pen will die Ukraine weiterhin unterstützen, lehnt zusätzliche Finanzhilfen aus Frankreich jedoch ab. Nach Angaben von POLITICO Europe soll die Hilfe künftig auf die Ausbildung ukrainischer Soldaten und die Lieferung von Verteidigungsausrüstung begrenzt bleiben.
Le Pen begründet ihre Haltung mit der finanziellen Lage Frankreichs. Weitere finanzielle Unterstützung für die Ukraine könne sich das Land nicht mehr leisten, lautet ihre Position. Damit unterscheidet sie zwischen militärischer Unterstützung in Form von Ausbildung und Ausrüstung einerseits und direkten zusätzlichen Finanzhilfen andererseits.
Eine vollständige Abkehr von der Unterstützung der Ukraine ist damit nach den vorliegenden Angaben nicht verbunden. Le Pen befürwortet weiterhin Maßnahmen, die auf die Ausbildung ukrainischer Soldaten sowie auf die Lieferung von Verteidigungsausrüstung zielen. Weitere Einzelheiten zu Umfang, Zeitpunkt oder konkreter Ausgestaltung dieser Unterstützung wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.
Le Pens Äußerungen betreffen damit die künftige Ausrichtung der französischen Ukraine-Politik. Im Mittelpunkt steht ihre Forderung, zusätzliche finanzielle Belastungen für Frankreich zu vermeiden, während bestimmte Formen der militärischen Hilfe fortgesetzt werden sollen.