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Kanada zeigt sich offen für EU-Sondermitgliedschaft

Kanadas Premierminister Carney begrüßt den Vorschlag einer Sonder- oder assoziierten Mitgliedschaft seines Landes in der Europäischen Union. Ein Beitritt als Vollmitglied ist nicht vorgesehen, die Umsetzung bleibt offen.

Kanada zeigt sich offen für EU-Sondermitgliedschaft
Foto: tagesschau

Kanada steht einem Vorschlag der Europäischen Union für eine besondere Form der Zusammenarbeit grundsätzlich offen gegenüber. Premierminister Carney begrüßte die Überlegung, dem Land eine Sonder- oder assoziierte Mitgliedschaft anzubieten. Dabei würde Kanada nicht den Status eines vollwertigen EU-Mitglieds erhalten.

Der Vorstoß betrifft damit ein mögliches Modell zwischen einer herkömmlichen Partnerschaft und einer vollständigen Mitgliedschaft. Welche konkrete Ausgestaltung eine solche Sonder- oder assoziierte Mitgliedschaft haben könnte, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Auch ist noch offen, ob der Vorschlag tatsächlich umgesetzt wird. Eine Entscheidung über ein entsprechendes Modell wurde demnach bislang nicht getroffen. Die Haltung der kanadischen Regierung deutet lediglich darauf hin, dass Ottawa den Gedanken einer engeren institutionellen Verbindung mit der EU grundsätzlich prüft beziehungsweise positiv aufnimmt.

Kanada wäre bei einer Umsetzung weiterhin kein vollwertiges Mitglied der Europäischen Union. Der Vorschlag zielt vielmehr auf einen besonderen Status für das Land ab. Einzelheiten zu möglichen Rechten, Pflichten oder Bereichen der Zusammenarbeit sind bislang nicht bekannt.

Damit bleibt zunächst offen, ob aus der politischen Anregung ein konkretes Abkommen oder eine andere verbindliche Vereinbarung zwischen Kanada und der Europäischen Union entsteht. Weitere Schritte und die genaue Form eines solchen Status müssten noch festgelegt werden.

Quelle: tagesschau ↗