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UN-Experten prüfen mögliche US-Kriegsverbrechen bei Angriffen im Iran

UN-Experten sehen Anhaltspunkte dafür, dass die USA bei tödlichen Angriffen auf eine Grundschule in Minab und einen Sportkomplex in Lamerd im Februar Kriegsverbrechen begangen haben könnten.

UN-Experten prüfen mögliche US-Kriegsverbrechen bei Angriffen im Iran
Foto: BBC News

UN-Experten sehen Anhaltspunkte für die Annahme, dass die USA bei tödlichen Angriffen im Iran möglicherweise Kriegsverbrechen begangen haben. Betroffen waren nach den vorliegenden Informationen eine Grundschule in Minab sowie ein Sportkomplex in Lamerd. Die Angriffe ereigneten sich im Februar.

Die Einschätzung der Experten bezieht sich auf die möglichen Folgen und die Umstände der Angriffe. Sie sprechen von Gründen für die Annahme, dass es sich um Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht handeln könnte. Eine abschließende rechtliche Bewertung oder ein endgültiger Nachweis eines Kriegsverbrechens geht aus den vorliegenden Informationen jedoch nicht hervor.

Die betroffenen Orte liegen im Iran. In Minab wurde eine Grundschule getroffen, in Lamerd ein Sportkomplex. Beide Angriffe waren nach den Angaben tödlich. Weitere Einzelheiten zu den Opfern, zum genauen Ablauf oder zum Ausmaß der Schäden liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Die US-Regierung hat bislang nicht eingeräumt, die Angriffe ausgeführt zu haben. Damit steht die Einschätzung der UN-Experten einer fehlenden öffentlichen Bestätigung durch Washington gegenüber. Ob und wie die Vorwürfe weiter untersucht werden, ist auf Grundlage der vorliegenden Angaben offen.

Die Bewertung der Experten verleiht den Angriffen zusätzliche internationale Bedeutung. Vorwürfe möglicher Kriegsverbrechen werden grundsätzlich anhand der Umstände eines Angriffs und der geltenden Regeln des humanitären Völkerrechts geprüft. Im vorliegenden Fall beziehen sich die Hinweise auf die Angriffe auf zivile Einrichtungen in Minab und Lamerd.

Quelle: BBC News ↗