Seit Beginn des Septembers sind im Jemen nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 100.000 Menschen vertrieben worden. Die meisten Betroffenen flohen in die Provinzen Taiz und Lahj. Nach UN-Angaben hat das Tempo der Vertreibungen seit dem 3. September deutlich zugenommen.
Die Entwicklung betrifft vor allem die westliche Küste des Landes. Dort erschweren Zugangsbeschränkungen den humanitären Organisationen die Versorgung der betroffenen Bevölkerung. Damit wird die Hilfe in einer Region behindert, in der zugleich weitere Menschen ihre Wohnorte verlassen müssen.
Laurent Bukera, der UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten im Jemen, verwies auf die beschleunigte Entwicklung der Vertreibungen. Die Vereinten Nationen bereiten sich nach den vorliegenden Angaben auf weitere Vertreibungswellen vor. Gleichzeitig rechnen sie mit einem steigenden humanitären Bedarf.
Die Kämpfe im Jemen dauern unterdessen an. Eine Entspannung der Lage ist in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Für die humanitäre Arbeit bleibt damit insbesondere der Zugang zu den betroffenen Gebieten eine zentrale Herausforderung.
Die Provinzen Taiz und Lahj gehören zu den wichtigsten Zufluchtsorten der Menschen, die von der westlichen Küste fliehen. Wie viele der Vertriebenen dort Unterstützung erhalten oder unter welchen Bedingungen sie leben, geht aus den Angaben nicht hervor. Fest steht jedoch, dass die Zahl der Vertriebenen seit Anfang September die Marke von 100.000 überschritten hat und die Vereinten Nationen mit einer weiteren Verschärfung der humanitären Lage rechnen.