Die weltweiten Süßwasserreserven nehmen nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) seit Jahren ab. In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht warnen die Vereinten Nationen vor einem weiteren Rückgang der in der Natur gespeicherten Wassermengen.
Betroffen ist demnach die Gesamtmenge des Süßwassers, das in verschiedenen natürlichen Speichern gebunden ist. Dazu zählen Grundwasser, Seen und Flüsse ebenso wie Wasser in Böden, Eis und Schnee. Die WMO betrachtet damit nicht nur einzelne Gewässer, sondern die weltweiten Süßwasserressourcen in ihrer Gesamtheit.
Nach den Angaben der Organisation setzt sich der Rückgang bereits über mehrere Jahre hinweg fort. Eine genaue Entwicklung einzelner Regionen oder die Gründe für die Veränderungen werden in den vorliegenden Informationen nicht näher beschrieben. Die Vereinten Nationen verbinden die Warnung jedoch mit der weltweiten Entwicklung der Wasserreserven und dem Klimawandel.
Die tatsächliche Lage könnte inzwischen angespannter sein, als es der aktuelle Bericht ausweist. Die vielerorts verzeichneten niedrigen Wasserstände während des heißen Sommers 2026 wurden demnach noch nicht berücksichtigt. Damit bildet die Analyse die jüngsten Entwicklungen nur teilweise ab.
Zusätzlich könnte das Klimaphänomen El Niño die Situation weiter verschärfen. Die WMO weist damit auf einen möglichen weiteren Einfluss auf die Entwicklung der weltweiten Wasserreserven hin. Ob und in welchem Ausmaß sich dieser Effekt konkret auswirkt, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Die Warnung der Vereinten Nationen richtet den Blick auf die langfristige Verfügbarkeit von Süßwasser. Gespeichert wird es nicht nur sichtbar in Flüssen und Seen, sondern auch in Grundwasser, Böden sowie Eis- und Schneemassen. Ein Rückgang in diesen Speichern betrifft damit unterschiedliche Teile des globalen Wasserkreislaufs.
Der Bericht macht zugleich deutlich, dass die Bewertung der weltweiten Wasserreserven fortlaufend aktualisiert werden muss. Weil die Tiefstände des Sommers 2026 noch nicht enthalten sind, steht eine vollständige Einschätzung der aktuellen Entwicklung noch aus. Die WMO warnt dennoch bereits jetzt vor einem weiteren Schrumpfen der globalen Süßwassermengen.