Seit Beginn des Septembers haben mindestens 100.000 Menschen den Jemen verlassen. Auslöser sind Kämpfe an der Westküste des Landes, während die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen nach vorliegenden Angaben vorrückten und die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab übernahmen.
Die Fluchtbewegung führt unter anderem in das benachbarte Dschibuti. Dort berichten geflüchtete Jemeniten von ihrer Reise und den Zuständen in den umkämpften Gebieten. Sie schildern Schüsse, die überall zu hören gewesen seien, sowie eine von Angst geprägte Flucht vor den Kämpfen.
Die Zahl von mindestens 100.000 Menschen bezieht sich auf den Zeitraum seit dem Beginn des Septembers. Damit haben die Gefechte an der Küste innerhalb kurzer Zeit eine große Zahl von Menschen zur Aufgabe ihrer Wohnorte gezwungen. Die Betroffenen suchten auf der anderen Seite des Golfs von Aden Schutz.
Besonders bedeutsam ist die Lage an der Meerenge Bab al-Mandab. Sie liegt zwischen dem Jemen und Dschibuti und verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Nach den vorliegenden Informationen gelangten die Huthi-Rebellen im Zuge ihres Vorrückens in den Besitz der Kontrolle über dieses strategisch wichtige Gebiet.
Für die Geflüchteten steht jedoch zunächst die unmittelbare Sicherheit im Mittelpunkt. Die Berichte aus Dschibuti zeichnen das Bild einer Flucht unter erheblicher Gefahr. Die Menschen verließen ihre Heimat demnach vor dem Hintergrund anhaltender Kämpfe und mussten eine beängstigende Reise bewältigen.
Weitere Einzelheiten zur Versorgung der Geflüchteten oder zur genauen Zahl der Menschen, die in Dschibuti angekommen sind, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Auch Angaben zu möglichen weiteren Fluchtzielen werden nicht genannt. Fest steht nach den Angaben von Africanews, dass mindestens 100.000 Menschen seit Anfang September den Jemen verlassen haben.
Die Entwicklung verschärft damit die humanitäre Situation in den betroffenen Küstengebieten. Die Aussagen der Geflüchteten machen deutlich, dass die Kämpfe nicht nur militärische Folgen haben, sondern auch eine große Zahl von Zivilisten zur Flucht zwingen. Die Lage an der jemenitischen Westküste und an der Meerenge Bab al-Mandab bleibt damit von der weiteren Entwicklung der Gefechte geprägt.