US-Vertreter sollen sich am Wochenende im Oman mit Repräsentanten der jemenitischen Huthi getroffen haben. Das berichten fünf mit dem Vorgang vertraute Quellen. Sollte sich die Information bestätigen, wäre der direkte Kontakt zwischen den Vereinigten Staaten und der vom Iran unterstützten Miliz ein bemerkenswerter diplomatischer Schritt im Jemen-Konflikt.
Nähere Einzelheiten zu den Gesprächen wurden zunächst nicht bekannt. Unklar ist damit auch, welche Themen bei dem Treffen im Mittelpunkt standen oder ob konkrete Ergebnisse erzielt wurden. Die Angaben wurden von France 24 English veröffentlicht.
Die Gespräche sollen wenige Tage nach einer Offensive der Huthi stattgefunden haben. Nach den vorliegenden Informationen nahm die Miliz dabei einen strategisch wichtigen Abschnitt der jemenitischen Küste am Roten Meer ein. Saudisch unterstützte Kräfte seien infolgedessen zum Rückzug gezwungen worden.
Der Vorstoß erhöht den Druck auf Saudi-Arabien. Das Land unterstützt Kräfte im Jemen und hat nach den vorliegenden Angaben die Vereinigten Staaten um militärische Unterstützung im Kampf gegen die Huthi gebeten. US-Präsident Donald Trump weist diese Bitten bislang zurück.
Damit stehen Berichte über einen möglichen direkten diplomatischen Austausch zwischen Washington und den Huthi einerseits und die militärische Entwicklung an der jemenitischen Küste andererseits nebeneinander. Die Angaben zu dem Treffen beruhen derzeit auf Aussagen von Quellen, die mit dem Vorgang vertraut sein sollen. Eine offizielle Bestätigung der Gespräche wird in den vorliegenden Informationen nicht genannt.