Deutschland erhält den ersten Kampfjet des Typs F-35. Die Lieferung markiert den Beginn der Einführung des US-amerikanischen Flugzeugs in die deutsche Verteidigungsplanung. Zugleich löst die Entscheidung Kritik wegen möglicher langfristiger Abhängigkeiten und finanzieller Belastungen aus.
Der Sicherheitsexperte Nico Lange bewertet die Beschaffung zurückhaltend. Nach seiner Einschätzung bindet sich Deutschland mit dem Kauf über einen längeren Zeitraum an die Vereinigten Staaten. Damit gehe nicht nur die Anschaffung der Flugzeuge einher, sondern auch eine dauerhafte Abhängigkeit von amerikanischen Strukturen und Leistungen.
Lange warnt zudem vor hohen Folgekosten. Welche konkrete Höhe diese erreichen könnten, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Seine Kritik richtet sich damit vor allem gegen die langfristigen Konsequenzen der Entscheidung und nicht nur gegen die Lieferung des ersten Flugzeugs.
Die F-35-Beschaffung steht damit zwischen sicherheitspolitischer Bedeutung und wirtschaftlichen sowie strategischen Risiken. Während Deutschland mit dem ersten gelieferten Jet einen weiteren Schritt bei der Ausstattung seiner Streitkräfte vollzieht, stellt sich zugleich die Frage, wie stark das Land künftig auf die USA angewiesen sein wird.
Weitere Einzelheiten zur Zahl der bestellten Flugzeuge, zu den Lieferfristen oder zu den konkreten Betriebskosten liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Fest steht lediglich, dass die Auslieferung des ersten F-35-Kampfjets die Debatte über die Folgen der Beschaffung neu belebt.