Was passiert ist
Kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat der Wirtschaftsbeauftragte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, öffentlich Sympathien für die AfD bekundet. Zugleich stellte er der Partei für den Fall eines Wahlsiegs bezahlbares Gas über Nord Stream in Aussicht.
Damit wird der Vorgang in der vorliegenden Meldung als politische Einflussnahme aus Moskau im Umfeld der Wahl eingeordnet. Die Aussagen werden als offene Unterstützung für die AfD beschrieben.
Was wir wissen
Die betreffende Wahl findet in Mecklenburg-Vorpommern statt. Der Zeitpunkt der Äußerungen liegt laut vorliegenden Informationen kurz vor der Landtagswahl. Als Urheber der Unterstützung wird Kirill Dmitrijew genannt, der als Wirtschaftsbeauftragter Putins bezeichnet wird.
Dmitrijew habe der AfD öffentlich zugejubelt. Außerdem sei der Partei für den Fall eines Wahlsiegs bezahlbares Nord-Stream-Gas in Aussicht gestellt worden. Aus den vorliegenden Angaben geht nicht hervor, in welcher konkreten Form diese Aussicht formuliert wurde oder welche Bedingungen damit verbunden sein könnten.
Die Meldung bewertet das Auftreten des Kremls als Abkehr von bisheriger Zurückhaltung. Sie ordnet die Vorgänge dem Themenfeld ausländischer Einflussnahme auf eine deutsche Landtagswahl zu.
Was noch unklar ist
Nicht vorliegend sind Einzelheiten dazu, wann und bei welcher Gelegenheit Dmitrijew seine Unterstützung geäußert haben soll. Ebenfalls offen bleibt, ob es sich um eine einzelne öffentliche Äußerung oder um eine breiter angelegte Kampagne handelt.
Unklar ist außerdem, wie ein mögliches Angebot für bezahlbares Nord-Stream-Gas konkret umgesetzt werden könnte. Angaben zu den politischen, rechtlichen oder wirtschaftlichen Voraussetzungen liegen in den bereitgestellten Informationen nicht vor. Auch Reaktionen der AfD, anderer Parteien oder staatlicher Stellen werden nicht genannt.
Quelle
n-tv, Quellen-Handle: @ntvde