Was passiert ist
NATO-Admiral Giuseppe Cavo Dragone hat erklärt, das Bündnis sei auf einen möglichen russischen Angriff unter falscher Flagge vorbereitet. Bei einem solchen Vorgehen würde Russland den Eindruck erwecken, eine andere Seite habe den Angriff verübt. Konkrete Einzelheiten zu einem möglichen Szenario nannte die vorliegende Meldung nicht.
Die Äußerungen des ranghohen NATO-Militärs erfolgen vor dem Hintergrund mehrerer Warnungen europäischer Politiker in den vergangenen Tagen. Sie hatten demnach auf ein wachsendes Risiko einer Eskalation durch Russland hingewiesen.
Was wir wissen
Giuseppe Cavo Dragone wird in der Originalmeldung als führender NATO-General beziehungsweise als Admiral der Allianz bezeichnet. Nach den vorliegenden Informationen sieht er das Bündnis für einen möglichen russischen Angriff unter falscher Flagge gerüstet.
Die Warnung bezieht sich auf den NATO-Raum. Ein genauer Ort, an dem Cavo Dragone seine Einschätzung äußerte, ist in den verfügbaren Angaben nicht genannt. Ebenso enthält die Meldung keine Angaben zu einem konkreten Vorfall, zu bereits erfolgten Angriffen oder zu unmittelbar bevorstehenden Maßnahmen der NATO.
Fest steht außerdem, dass die Äußerungen nicht isoliert stehen. In den vergangenen Tagen hatten mehrere europäische Führungspersönlichkeiten vor einer zunehmenden Gefahr einer russischen Eskalation gewarnt. Welche konkreten Entwicklungen oder Informationen diesen Warnungen zugrunde liegen, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor.
Was noch unklar ist
Unklar bleibt, ob die NATO konkrete Hinweise auf einen bevorstehenden Angriff unter falscher Flagge besitzt oder ob es sich um eine allgemeine Sicherheitsbewertung handelt. Auch ist nicht bekannt, welche Maßnahmen das Bündnis im Einzelnen vorbereitet hat und ob bestimmte Staaten oder Einrichtungen besonders gefährdet sein sollen.
Die vorliegenden Informationen nennen weder einen möglichen Zeitpunkt noch ein Ziel oder einen Ablauf eines solchen Angriffs. Ebenso bleibt offen, ob es innerhalb der NATO konkrete neue Beschlüsse als Reaktion auf die Warnungen gibt. Angaben zu einer Stellungnahme Russlands liegen in dem bereitgestellten Material nicht vor.
Quelle
POLITICO Europe, Quellen-Handle: @POLITICOEurope