Bei der Gouverneurswahl in Okinawa hat sich Genta Koja gegen den bisherigen Amtsinhaber Denny Tamaki durchgesetzt. Koja wurde von Japans Premierminister unterstützt und gilt damit als regierungsnaher Kandidat. Tamaki hatte bereits zwei Amtszeiten als Gouverneur absolviert.
Der Wahlkampf war auch durch die Frage der US-Militärpräsenz in der Präfektur geprägt. Tamaki hatte sich dafür eingesetzt, einen großen US-Militärstützpunkt aus Okinawa zu verlegen. Mit seinem Ausscheiden verliert damit ein Politiker das Amt, der diese Forderung zu einem zentralen politischen Anliegen gemacht hatte.
Okinawa hat wegen der dort stationierten US-Streitkräfte eine besondere Bedeutung für die Sicherheitsbeziehungen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten. Die Wahl des von der japanischen Regierung unterstützten Koja steht vor diesem Hintergrund im Zusammenhang mit der politischen Auseinandersetzung über die Zukunft der militärischen Präsenz in der Präfektur.
Weitere Einzelheiten zum Wahlergebnis wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Die Meldung wurde von Al Jazeera English veröffentlicht.