Der Konflikt im Jemen hat sich entlang der Rotmeerküste weiter verschärft. Regierungstruppen starteten am Sonntag nach Angaben von France 24 Angriffe auf die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen. Zeitgleich feuerten die Huthi in das benachbarte Saudi-Arabien, das die jemenitische Regierung unterstützt.
Die jemenitische Regierung kündigte an, zusätzliche Kräfte an die Küste des Roten Meeres zu verlegen. Damit soll die militärische Präsenz in einem Gebiet verstärkt werden, das für den regionalen Schiffsverkehr von besonderer Bedeutung ist. Einzelheiten zu Umfang, Ziel und Folgen der Angriffe wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.
Ein Vertreter der Regierung bezeichnete die Niederlage der vergangenen Woche als „schmerzhaft“. Die Huthi hatten dabei die Hafenstadt Mokha sowie eine Insel an der Meerenge Bab al-Mandab eingenommen. Die Meerenge verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und liegt an einer wichtigen Schifffahrtsroute. Diese gilt als Alternative zur Straße von Hormus.
Die jüngsten Kämpfe betreffen damit nicht nur die unmittelbaren Konfliktparteien im Jemen. Durch die Angriffe in der Nähe der Rotmeerküste und die Beschüsse in Richtung Saudi-Arabiens wächst zugleich die Gefahr einer weiteren regionalen Zuspitzung. Saudi-Arabien unterstützt die jemenitische Regierung, während die Huthi vom Iran unterstützt werden.
Die Angaben beruhen auf einem Bericht von France 24 English. Unabhängige Informationen zu möglichen Opfern, Schäden oder zur genauen militärischen Lage lagen in der vorliegenden Meldung nicht vor. Auch war zunächst unklar, wie sich die angekündigte Verlegung weiterer Regierungskräfte auf den Verlauf der Kämpfe auswirken wird.