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EU-Diplomat wertet Drohnenangriff nahe Yahodyn als Einschüchterungsversuch

Ein Drohnenangriff auf eine Bahnverbindung im ukrainischen Gebiet Wolyn könnte nach Einschätzung eines hochrangigen EU-Diplomaten darauf gezielt haben, westliche Unterstützer der Ukraine einzuschüchtern.

EU-Diplomat wertet Drohnenangriff nahe Yahodyn als Einschüchterungsversuch
Foto: POLITICO Europe

Ein Drohnenangriff auf eine Bahnverbindung im Gebiet Wolyn im Nordwesten der Ukraine wird von einem hochrangigen EU-Diplomaten als möglicher Versuch Russlands bewertet, die Verbündeten der Ukraine einzuschüchtern. Der Angriff ereignete sich demnach im Bereich des Bahnhofs Yahodyn. In einem nahegelegenen Zug sollen sich prominente westliche Sicherheitsvertreter befunden haben.

Nach Angaben von POLITICO Europe bezog sich der EU-Diplomat auf eine Verbindung in Richtung Warschau. Die Nähe des Zuges zu dem angegriffenen Bahnabschnitt steht dabei im Mittelpunkt der Einschätzung. Demnach könnte der Vorfall nicht nur als Angriff auf eine ukrainische Infrastruktur, sondern auch als Signal an westliche Staaten verstanden werden, die die Ukraine politisch und sicherheitspolitisch unterstützen.

Die Bewertung wurde von dem hochrangigen Vertreter der Europäischen Union als Einschätzung des möglichen russischen Ziels formuliert. Sie belegt damit nicht, dass die Anwesenheit der westlichen Sicherheitsvertreter der konkrete Anlass für den Angriff war. Aus den vorliegenden Informationen geht zudem nicht hervor, welche Personen sich genau in dem Zug befanden.

Der Ort des Vorfalls liegt im ukrainischen Gebiet Wolyn nahe der Grenze zu Polen. Die Bahnverbindung in Richtung Warschau ist damit Teil einer Route, die die Ukraine mit einem EU-Mitgliedstaat verbindet. Der Angriff erhält aus Sicht des EU-Diplomaten deshalb eine sicherheitspolitische Bedeutung, die über das unmittelbare Geschehen an der Bahnstrecke hinausgeht.

Russland wird in der Einschätzung beschuldigt, mit dem Drohneneinsatz ein Signal an die Unterstützer der Ukraine senden zu wollen. Im Zentrum steht dabei die mögliche Absicht, westliche Staaten und ihre Vertreter von weiterer Unterstützung abzuschrecken oder sie zumindest unter Druck zu setzen. Ob der Angriff tatsächlich diesem Zweck diente, lässt sich anhand der vorliegenden Angaben jedoch nicht abschließend feststellen.

Weitere Einzelheiten zum Ablauf des Angriffs, zu möglichen Schäden oder zu den Folgen für den Zugverkehr enthält die vorliegende Meldung nicht. Ebenso liegen keine zusätzlichen Angaben dazu vor, ob der Zug selbst getroffen wurde. Fest steht nach den verfügbaren Informationen lediglich, dass sich nahe dem angegriffenen Bahnabschnitt ein Zug mit westlichen Sicherheitsvertretern befunden haben soll.

Der Vorfall verdeutlicht nach Einschätzung des EU-Diplomaten die sicherheitspolitische Empfindlichkeit von Verkehrsverbindungen zwischen der Ukraine und ihren europäischen Partnern. Eine Bahnverbindung in Richtung Polen wird dabei nicht nur als Transportweg, sondern auch als Verbindung zwischen der Ukraine und ihren westlichen Unterstützern wahrgenommen. Der Drohnenangriff könnte deshalb als Versuch interpretiert werden, die mit Kiew kooperierenden Staaten einzuschüchtern.

Quelle: POLITICO Europe ↗