In der deutschen Rüstungs- und Luftfahrtpolitik zeichnet sich eine neue Entscheidungsphase ab. Großbritannien wirbt um eine Beteiligung Deutschlands an einem internationalen Programm zur Entwicklung des nächsten großen Kampfjets. In Berlin stößt der Vorstoß nach Informationen von WELT jedoch auf erhebliche Vorbehalte.
Interne Papiere aus der deutschen Hauptstadt legen demnach nahe, dass die Bewertung des britischen Angebots zurückhaltend ausfällt. Sie enthalten offenbar eine Empfehlung, die nicht mit einer unmittelbaren Beteiligung an dem von Großbritannien beworbenen Vorhaben übereinstimmt. Welche konkreten Gründe dafür maßgeblich sind und wie die Empfehlung im Einzelnen lautet, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Der Vorgang fällt in eine neue Phase der deutschen Rüstungs- und Luftfahrtpolitik. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Deutschland an einem internationalen Kampfjet-Programm mitwirken soll. Eine Entscheidung über eine Beteiligung ist auf Grundlage der vorliegenden Angaben nicht bekannt.
Damit ist offen, wie Berlin auf das Werben Großbritanniens reagieren wird. Genauere Angaben zu den beteiligten Partnern, zum Zeitplan, zum Umfang einer möglichen deutschen Mitwirkung oder zu den technischen und finanziellen Rahmenbedingungen liegen bislang nicht vor. Fest steht lediglich, dass innerhalb der deutschen Entscheidungsstrukturen bereits Vorbehalte dokumentiert sind und eine abweichende Empfehlung vorliegt.
Das berichtete zuerst WELT.
Kurz zusammengefasst
- Großbritannien wirbt um deutsche Beteiligung an einem internationalen Programm für den nächsten großen Kampfjet
- Interne Papiere dokumentieren erhebliche Vorbehalte und empfehlen offenbar keine unmittelbare Beteiligung
- Eine Entscheidung zu Partnern, Zeitplan und Bedingungen einer deutschen Mitwirkung ist bislang nicht bekannt
Kommentare (0)