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Dänemark plant Einbestellung des russischen Botschafters nach Vorfall mit Militärhubschrauber

Ein russisches Kriegsschiff soll vor der dänischen Küste Leuchtkugeln auf einen dänischen Militärhubschrauber abgefeuert haben. Kopenhagen plant deshalb eine diplomatische Reaktion.

Dänemark plant Einbestellung des russischen Botschafters nach Vorfall mit Militärhubschrauber
Foto: WELT

Dänemark plant nach einem Zwischenfall vor der Küste des Landes eine diplomatische Reaktion gegenüber Russland. Nach Angaben der Zeitung WELT soll ein russisches Kriegsschiff Leuchtkugeln auf einen dänischen Militärhubschrauber abgefeuert haben. Der Vorfall ereignete sich vor Falster, einer dänischen Insel.

Der dänische Hubschrauber war demnach unterwegs, um Aufnahmen der russischen Fregatte zu machen. Während dieses Einsatzes habe das Kriegsschiff Leuchtkugeln in Richtung des Hubschraubers abgefeuert. Weitere Angaben zum genauen Ablauf des Vorfalls oder zu möglichen Folgen für die Besatzung des Hubschraubers liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Als Reaktion darauf will Dänemark den russischen Botschafter einbestellen. Damit kündigte die dänische Regierung eine offizielle diplomatische Reaktion auf das Vorgehen des russischen Kriegsschiffs an. Einzelheiten dazu, wann das Gespräch stattfinden soll und welche Forderungen Kopenhagen dabei vorbringen will, wurden zunächst nicht genannt.

Der Zwischenfall ereignete sich nach den vorliegenden Angaben auf See vor Falster. Die dänische Seite hatte den Militärhubschrauber eingesetzt, um Fotos der russischen Fregatte anzufertigen. Warum das russische Schiff Leuchtkugeln abfeuerte und wie Russland den Vorfall bewertet, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Die geplante Einbestellung des Botschafters unterstreicht die politische Bedeutung, die Dänemark dem Vorfall beimisst. Eine Einbestellung gilt als formeller Schritt, mit dem ein Staat gegenüber einem anderen Staat seine Haltung zu einem Vorgang zum Ausdruck bringen kann. Ob es über diese diplomatische Reaktion hinaus weitere Maßnahmen geben wird, ist bislang offen.

Die Informationen zu dem Vorfall stammen von der WELT. Nach den derzeit bekannten Angaben beschränkt sich die Reaktion Dänemarks zunächst auf die geplante Einbestellung des russischen Botschafters. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Quelle: WELT ↗