Dänemark hat den russischen Botschafter einbestellt, nachdem ein Kriegsschiff Leuchtraketen auf einen dänischen Militärhubschrauber abgefeuert hatte. Der Vorfall ereignete sich vor Falster. Der dänische Regierungschef bezeichnete das Vorgehen als „rücksichtslos“.
Mit der Einbestellung des Botschafters reagierte die dänische Regierung diplomatisch auf den Zwischenfall. Weitere Einzelheiten zu den Umständen des Geschehens wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Unklar ist damit auch, aus welchem Anlass das Kriegsschiff die Leuchtraketen abfeuerte.
Der Vorfall wird in eine Reihe von Sicherheitszwischenfällen eingeordnet, die Moskau zugerechnet werden. Die Angaben enthalten jedoch keine näheren Informationen zu den anderen Ereignissen. Auch eine konkrete Reaktion Russlands auf die Einbestellung des Botschafters liegt nicht vor.
Unterdessen untersuchen niederländische Behörden einen größeren Ausfall im Bahnverkehr als möglichen Sabotageakt. Nach Angaben des Infrastrukturbetreibers ProRail wurden Gegenstände auf Gleise gelegt. In der Folge kam es zu Störungen im Bahnnetz.
Mehrere Bahnübergänge fielen ebenfalls aus. Dadurch wurde nach den vorliegenden Angaben auch der Straßenverkehr beeinträchtigt. Die Behörden prüfen, ob die auf den Gleisen platzierten Gegenstände mit dem Ausfall in Zusammenhang stehen und ob es sich dabei um einen Sabotageakt gehandelt haben könnte. Ein abschließendes Ergebnis der Untersuchung ist nicht bekannt.
Beide Vorgänge ereigneten sich im Zusammenhang mit einer angespannten Sicherheitslage in Europa. Die verfügbaren Informationen geben jedoch keinen Hinweis darauf, dass der Vorfall vor Falster und die Störungen im niederländischen Bahnverkehr miteinander verbunden sind.