Der türkische Oppositionspolitiker Ekrem İmamoğlu ist in einem weiteren umstrittenen Verfahren zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Türkische Medien berichteten am Freitagabend, dass ein Gericht ihn schuldig gesprochen habe, einen Staatsbediensteten beleidigt zu haben.
İmamoğlu befindet sich bereits in Haft. Das neue Urteil verlängert damit die Reihe rechtlicher Verfahren gegen den Politiker, der zu den wichtigsten Rivalen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zählt.
Die Hintergründe des Verfahrens und die Begründung des Urteils wurden in den vorliegenden Berichten nicht näher ausgeführt. Fest steht demnach, dass sich die Anklage auf den Vorwurf einer Beleidigung eines Staatsbediensteten stützte und das Gericht dafür eine zweijährige Haftstrafe verhängte.
İmamoğlu ist Mitglied der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) und gilt als bedeutende Figur der türkischen Opposition. Das neue Urteil wird als weiterer Schritt in den kontrovers diskutierten Verfahren gegen den Oppositionsführer eingeordnet.
Der Fall reiht sich in die politischen und rechtlichen Auseinandersetzungen um İmamoğlu ein. Weitere Angaben zu möglichen Rechtsmitteln oder zum Zeitpunkt des Haftantritts in diesem Verfahren lagen zunächst nicht vor.