← Alle Nachrichten

Neue Angriffe trotz angekündigter Pause für Energieanlagen

Russland und die Ukraine haben ihre Angriffe fortgesetzt, obwohl US-Präsident Donald Trump einen Verzicht auf Attacken gegen Energieanlagen angekündigt hatte. Gemeldet wurden Schäden und Tote an mehreren Orten.

Neue Angriffe trotz angekündigter Pause für Energieanlagen
Foto: KURIER

Russland und die Ukraine haben ihre Angriffe trotz einer angekündigten Pause bei Attacken auf Energieanlagen fortgesetzt. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag einen Verzicht auf solche Angriffe angekündigt. Nach den vorliegenden Angaben kam es anschließend jedoch an mehreren Orten in Russland und der Ukraine zu Drohnenangriffen und Schäden.

In der russischen Region Samara trafen ukrainische Drohnen nach russischen Angaben eine Industrieanlage. Dabei seien sowohl die Anlage als auch Wohngebäude beschädigt worden, teilten russische Stellen mit. Todesopfer habe es nicht gegeben. Ukrainische Berichte bezeichneten das getroffene Ziel als Ölraffinerie. Eine unabhängige Einordnung der Schäden oder der genauen Anlage liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Auch in Taganrog im Gebiet Rostow wurden nach Angaben russischer Behörden Gebäude beschädigt. Demnach richteten sich die Schäden dort gegen Lagerhallen. Weitere Einzelheiten zu den Auswirkungen der Angriffe wurden zunächst nicht genannt.

Parallel dazu meldete die Ukraine russische Drohnenangriffe auf mehrere Orte. In der Hauptstadt Kiew wurde eine Tankstelle beschädigt. Dabei sei ein Mensch verletzt worden. Auch Saporischschja wurde angegriffen. Nach ukrainischen Angaben kam dort ein Mensch ums Leben. Zudem fiel in Teilen der Stadt der Strom aus.

In der Region Odessa wurden nach den vorliegenden Berichten Hafen-, Logistik- und Transportanlagen beschädigt. Angaben zu möglichen Verletzten oder Todesopfern in diesem Zusammenhang wurden nicht gemacht. Die Angriffe betrafen damit sowohl industrielle und energiebezogene Infrastruktur als auch Einrichtungen des Verkehrs und der Versorgung.

Die angekündigte Energiepause war Teil diplomatischer Bemühungen, die Angriffe auf für die Versorgung wichtige Anlagen zu begrenzen. Die Ukraine hatte einer solchen Waffenruhe nach den vorliegenden Informationen allerdings nur unter Bedingungen zugestimmt. Welche konkreten Bedingungen damit verbunden waren, wird in den Angaben nicht näher erläutert.

Der Kreml hatte den Vorschlag zuvor als „gute Idee“ bezeichnet. Trotz dieser grundsätzlichen Reaktion wurden anschließend neue Angriffe aus beiden Ländern gemeldet. Damit blieb unklar, ob und in welchem Umfang die angekündigte Einschränkung tatsächlich umgesetzt werden sollte.

Die Berichte über die Schäden stammen von den jeweils beteiligten Konfliktparteien. Die Angaben zu den getroffenen Zielen und zum Ausmaß der Zerstörungen sind daher teilweise unterschiedlich. Während russische Stellen die Anlage in der Region Samara als Industrieanlage bezeichneten, sprachen ukrainische Berichte von einer Ölraffinerie. Fest steht nach den vorliegenden Informationen, dass die angekündigte Energiepause die gegenseitigen Angriffe zunächst nicht verhindert hat.

Quelle: KURIER ↗