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USA bestätigen Stationierung von Waffen im Orbit

Die US Space Force hat erstmals öffentlich bestätigt, dass die Vereinigten Staaten Waffen zur „Weltraumkontrolle“ im Orbit stationiert haben. Details zu den Systemen nannte die US-Regierung nicht.

USA bestätigen Stationierung von Waffen im Orbit
Foto: KURIER

Die Vereinigten Staaten haben erstmals öffentlich bestätigt, Waffen zur sogenannten „Weltraumkontrolle“ im Orbit stationiert zu haben. Nach Angaben der US Space Force sollen die Systeme die eigenen Streitkräfte vor feindlichen Aktionen im All schützen. Welche Fähigkeiten konkret eingesetzt werden, blieb zunächst offen.

US-Luftwaffenminister Troy Meink machte die Stationierung bei einer Militärkonferenz bekannt. Eine genaue Beschreibung der Waffen oder ihrer Einsatzmöglichkeiten lieferte er nicht. Damit ist auch unklar, ob es sich um kinetische Systeme mit Sprengkraft oder um nicht-kinetische Mittel handelt. Zu den möglichen nicht-kinetischen Fähigkeiten zählen etwa elektronische Störsysteme.

Die öffentliche Bestätigung markiert nach den vorliegenden Angaben eine neue Ebene der Transparenz über militärische Fähigkeiten der USA im Weltraum. Zugleich bleiben zentrale Fragen zur technischen Ausgestaltung, zur Zahl der stationierten Systeme und zu ihrem möglichen Einsatz offen. Aus den verfügbaren Informationen geht nicht hervor, gegen welche konkreten Bedrohungen die Waffen eingesetzt werden könnten.

Die strategische Bedeutung militärischer Fähigkeiten im All nimmt mit der wachsenden Abhängigkeit von Satelliten zu. Sie spielen eine wichtige Rolle für Kommunikation, Navigation und militärische Operationen. Störungen oder Angriffe auf diese Systeme könnten daher Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit von Streitkräften haben. Vor diesem Hintergrund gewinnen Maßnahmen zum Schutz eigener Satelliten und anderer weltraumgestützter Infrastruktur an Bedeutung.

Nach Einschätzung der Sicherheitsexpertin Juliana Süß arbeiten auch Russland und China an Anti-Satelliten-Fähigkeiten. Der Weltraum entwickelt sich damit zunehmend zu einem Bereich strategischer Konkurrenz zwischen den großen Militärmächten. Die nun bestätigte Stationierung durch die USA fügt sich in diese Entwicklung ein, ohne dass bislang Einzelheiten über die konkreten Systeme bekannt sind.

Die US Space Force soll die US-Streitkräfte nach den vorliegenden Angaben gegen feindliche Aktivitäten im Orbit absichern. Ob die stationierten Waffen ausschließlich der Verteidigung dienen oder auch andere militärische Aufgaben erfüllen können, wurde nicht erläutert. Ebenso bleibt offen, ob ihre Fähigkeiten auf einzelne Satelliten, auf bestimmte Kommunikationswege oder auf weitere Bereiche der Weltrauminfrastruktur ausgerichtet sind.

Mit der Bestätigung steht damit vor allem fest, dass die Vereinigten Staaten militärische Mittel zur Kontrolle beziehungsweise zum Schutz ihrer Interessen im Orbit vorhalten. Die fehlenden Angaben zu Art und Reichweite der Systeme lassen jedoch keine weitergehende Bewertung ihrer tatsächlichen Wirkung zu. Fest steht zugleich, dass der Weltraum immer stärker als sicherheitspolitischer Schauplatz betrachtet wird.

Quelle: KURIER ↗