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Merz plant offenbar interne Vertrauensprobe in der Union

Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz will die Parteigremien einem Bericht zufolge am Sonntagabend einberufen. Dabei könnte er Unterstützung für seinen Kurs einfordern und andernfalls die Benennung eines Nachfolgers verlangen.

Merz plant offenbar interne Vertrauensprobe in der Union
Foto: KURIER

Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz plant einem Bericht des österreichischen „Kurier“ zufolge eine interne Vertrauensprobe. Dazu soll er die Parteigremien am Sonntagabend zu einer Sitzung einladen. Im Mittelpunkt könnte die Frage stehen, ob die Führung seinen politischen Kurs weiterhin unterstützt.

Nach den vorliegenden Informationen könnte Merz dabei eine indirekte Vertrauensfrage stellen. Die Parteiführung müsste demnach entweder hinter seinem Kurs stehen oder einen Nachfolger benennen. Der Bericht beschreibt damit ein mögliches Verfahren innerhalb der Partei und ihrer Gremien. Eine formelle Entscheidung über die politische Zukunft des Kanzlers sei damit jedoch nicht verbunden.

Hintergrund ist dem Bericht zufolge der wachsende parteiinterne Druck auf Merz. Dieser steht demnach insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern unter Beobachtung. In Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD laut den im Bericht genannten Umfragen vorn. Auch auf Bundesebene wird eine schwierige Lage für die Union beschrieben.

Dem Bericht zufolge kommt die Union in bundesweiten Umfragen derzeit auf 18 Prozent. Damit liege sie elf Prozentpunkte hinter der AfD. Weitere Angaben zu den Umfragen oder zu ihrem Erhebungszeitraum enthält die vorliegende Meldung nicht. Die genannten Werte werden als ein Grund für die angespannte Lage innerhalb der Union dargestellt.

Als mögliche Nachfolger von Merz werden Hendrik Wüst, Markus Söder und Alexander Dobrindt genannt. Die drei Politiker werden in dem Bericht als mögliche Namen für eine Nachfolgeregelung aufgeführt. Ob einer von ihnen tatsächlich für eine Ablösung infrage kommt oder ob es innerhalb der Parteigremien bereits eine entsprechende Festlegung gibt, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Die geplante Sitzung könnte damit zu einem wichtigen innerparteilichen Signal für Merz werden. Entscheidend wäre, ob die Parteigremien seinen Kurs geschlossen oder zumindest mehrheitlich unterstützen. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte die Frage nach einer personellen Alternative an Bedeutung gewinnen. Konkrete Beschlüsse oder Ergebnisse der angekündigten Sitzung liegen bislang nicht vor.

Der Bericht macht zugleich deutlich, dass die mögliche Vertrauensprobe nicht automatisch das Ende von Merz’ Amtszeit bedeuten würde. Nach den vorliegenden Angaben wäre mit der Sitzung keine unmittelbare Entscheidung über seine Zukunft verbunden. Im Zentrum stünde vielmehr die Unterstützung innerhalb der Partei und die Frage, wie die Union mit dem wachsenden Druck vor den anstehenden Wahlen umgehen will.

Quelle: KURIER ↗