Der Krieg der Vereinigten Staaten im Iran hat nach vorliegenden Einschätzungen Kosten von mindestens 38 Milliarden Dollar verursacht. Zugleich wurden die Bestände an US-Abwehrraketen deutlich verringert. Das geht aus einer Einschätzung des überparteilichen Congressional Budget Office sowie aus einem Bericht des Generalinspekteurs des US-Verteidigungsministeriums hervor.
Nach Angaben des Congressional Budget Office könnten die finanziellen Belastungen für die Vereinigten Staaten um etwa drei Milliarden Dollar pro Monat weiter steigen. Damit würden die bisherigen Ausgaben nicht den endgültigen Umfang der Kosten darstellen. Eine genaue Gesamtsumme hängt demnach auch von der weiteren Entwicklung des Konflikts und dem zusätzlichen Bedarf an Munition ab.
Der am Vortag veröffentlichte Bericht des Pentagon-Generalinspekteurs beziffert die bis dahin angefallenen Gesamtausgaben auf 33,4 Milliarden Dollar. Davon entfielen 22,3 Milliarden Dollar auf Munition, die bis zum 30. Juni beschafft beziehungsweise eingesetzt worden sei. Die im Raum stehende Summe von mindestens 38 Milliarden Dollar liegt damit über dem in diesem Bericht ausgewiesenen Betrag.
Neben der finanziellen Belastung weist der Bericht auf Folgen für die militärischen Vorräte hin. Die Bestände an Abwehrraketen seien durch den Konflikt deutlich dezimiert worden. Zudem habe die Untersuchung strategische Lücken bei den verfügbaren Beständen festgestellt. Einzelheiten zum Umfang der jeweiligen Fehlmengen wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Als weiteres Problem nennt der Bericht Engpässe bei der Munitionsproduktion. Die vorhandenen Produktionskapazitäten reichen demnach nicht ohne Weiteres aus, um die verbrauchten Bestände kurzfristig wieder vollständig aufzufüllen. Nach der Einschätzung könnte der Wiederaufbau der Raketenbestände bis zu fünf Jahre dauern.
Die Zahlen verdeutlichen damit sowohl die unmittelbaren Haushaltskosten als auch die längerfristigen militärischen Folgen des Konflikts. Die Ausgaben für Munition machen einen erheblichen Teil der bisher ausgewiesenen Gesamtsumme aus. Gleichzeitig könnte die Wiederbeschaffung der eingesetzten Abwehrraketen über Jahre hinweg zusätzliche finanzielle und industrielle Anstrengungen erfordern.
Das Congressional Budget Office und der Pentagon-Generalinspekteur bewerten dabei unterschiedliche Aspekte der Belastung. Während das Budgetbüro einen möglichen weiteren monatlichen Kostenanstieg einschätzt, dokumentiert der Bericht des Generalinspekteurs bereits angefallene Ausgaben sowie Lücken bei Beständen und Produktionskapazitäten. Zusammengenommen zeichnen die Angaben ein Bild von steigenden Kosten und einer länger andauernden Herausforderung für die militärische Versorgung der Vereinigten Staaten.