US-Bundesbehörden haben russischen Geheimdiensten vorgeworfen, gezielte Tötungen in den Vereinigten Staaten und in europäischen Staaten geplant zu haben, die die Ukraine unterstützen. Die Anschuldigungen gehen aus einer Anklage hervor, die am Dienstag vor einem Bundesgericht in Manhattan veröffentlicht wurde.
Nach Darstellung der US-Behörden sollen Personen dafür bezahlt worden sein oder Zahlungen erhalten haben, um Menschen zu überwachen, die als ukrainefreundlich wahrgenommen wurden. Die Überwachung soll demnach der Vorbereitung späterer Tötungen gedient haben. Die Vorwürfe richten sich damit gegen mutmaßliche Aktivitäten, die über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinausreichen.
In dem Verfahren sind fünf Personen angeklagt. Sie befinden sich nach Angaben aus der Anklage weiterhin auf freiem Fuß. Weitere Einzelheiten zu den Beschuldigten oder zu den mutmaßlich betroffenen Personen wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Die Anschuldigungen betreffen nach Angaben der US-Bundesbehörden sowohl mögliche Ziele in den USA als auch in europäischen Ländern, die die Ukraine unterstützen. Welche europäischen Staaten konkret gemeint sind, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Die Vorwürfe sind Bestandteil eines strafrechtlichen Verfahrens vor einem Bundesgericht in Manhattan. Mit der Veröffentlichung der Anklage wurden die Beschuldigungen öffentlich gemacht. Über eine gerichtliche Bewertung der Vorwürfe oder den weiteren Verlauf des Verfahrens liegen in den vorliegenden Informationen keine Angaben vor.