Die saudische Luftabwehr hat nach Angaben eines Sprechers der von Riad geführten Militärkoalition eine Drohne südlich von Mekka abgefangen und zerstört. Der Vorfall ereignete sich demnach am Dienstag. Die Drohne sei gestoppt worden, bevor sie in den gesperrten Luftraum über der heiligen Stadt eindringen konnte.
Koalitionssprecher Turki al-Malki erklärte, die Drohne sei der Huthi-Miliz zugerechnet worden. Weitere Einzelheiten zu dem Fluggerät oder zu möglichen Schäden wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Auch ist daraus nicht ersichtlich, ob es Verletzte oder Sachschäden gab.
Al-Malki bezeichnete die Sicherheit der beiden heiligsten Stätten des Islam und der Pilger als „rote Linie“. Saudi-Arabien werde notwendige Abschreckungsmaßnahmen gegen die Huthi ergreifen, sagte der Sprecher. Eine konkrete Beschreibung möglicher Schritte lag zunächst nicht vor.
Die Huthi wiesen nach den vorliegenden Informationen zurück, Mekka ins Visier genommen zu haben. Die mit Iran verbundene Gruppe widerspricht damit der Darstellung der saudischen Militärkoalition, die Drohne habe sich in Richtung des gesperrten Luftraums über der Stadt bewegt.
Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) verurteilte den Vorfall. Eine weitergehende Erklärung zu den Hintergründen oder zu möglichen Konsequenzen wurde in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Mekka gehört zu den wichtigsten religiösen Zentren des Islam. Der Vorfall hat deshalb über die unmittelbare sicherheitspolitische Dimension hinaus eine besondere Bedeutung. Saudi-Arabien unterstreicht mit der Warnung, dass der Schutz der heiligen Stätten und der Pilger für das Land von zentraler Bedeutung ist.
Die Angaben zum Drohnenabfang stammen von einem Sprecher der saudisch geführten Militärkoalition. Die gegensätzliche Darstellung der Huthi macht deutlich, dass die Verantwortlichkeit und das mutmaßliche Ziel des Fluggeräts zwischen den Konfliktparteien umstritten sind. Unabhängige Angaben zum Verlauf des Vorfalls liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.