In Genf stehen Gespräche über den anhaltenden Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo im Mittelpunkt. Ziel der Verhandlungen ist es, auszuloten, ob der Kreislauf der Gewalt in der Region durchbrochen werden kann. Eine konkrete Lösung zeichnet sich bislang nicht ab.
Im Osten des Landes kontrolliert die Rebellengruppe M23 große Gebiete. Der bewaffnete Konflikt belastet damit weiterhin die Sicherheitslage in der Region. Die Genfer Gespräche setzen an einem Konflikt an, der nicht nur durch die Kämpfe vor Ort geprägt ist, sondern auch von einem ungelösten Streit zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda.
Die Regierungen in Kinshasa und Kigali vertreten bei zentralen Fragen unterschiedliche Positionen. Dabei geht es insbesondere um Sicherheitsinteressen und die staatliche Souveränität. Diese Differenzen erschweren die Suche nach einer gemeinsamen Grundlage für eine Beendigung der Gewalt.
Damit treffen bei den Verhandlungen zwei miteinander verbundene Problembereiche aufeinander: der fortdauernde bewaffnete Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo und der politische Streit zwischen den beiden Nachbarstaaten. Ob die Gespräche in Genf zu einer Annäherung beitragen können, ist offen.
Die Verhandlungen sollen nach vorliegenden Informationen zunächst prüfen, ob ein Weg aus dem wiederkehrenden Muster von Gewalt und Gegenpositionen möglich ist. Über konkrete Ergebnisse oder eine Vereinbarung der beteiligten Seiten liegen keine weiteren Angaben vor.