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Bund weist SEFE zu höheren Füllständen in deutschen Gasspeichern an

Die Bundesregierung hat den staatlichen Gasimporteur SEFE angewiesen, die Füllstände deutscher Gasspeicher zu erhöhen. Damit soll die Energieversorgung im bevorstehenden Winter abgesichert werden.

Bund weist SEFE zu höheren Füllständen in deutschen Gasspeichern an
Foto: WELT

Die Bundesregierung greift bei der Befüllung der deutschen Gasspeicher ein. Nach Informationen der Zeitung WELT hat sie den staatlichen Gasimporteur SEFE angewiesen, die Speicherstände zu erhöhen. Ziel der Maßnahme ist es, die Energieversorgung im bevorstehenden Winter abzusichern.

Auslöser für den Schritt sind vergleichsweise niedrige Füllstände der deutschen Gasspeicher. Die Bundesregierung reagiert damit auf die Einschätzung, dass die vorhandenen Bestände mit Blick auf die kommende Heizperiode erhöht werden sollen. Weitere Einzelheiten zu Umfang, Zeitplan oder konkreten Vorgaben der Anweisung wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt.

Mit der Anweisung an SEFE interveniert der Bund erstmals in diesem Jahr direkt in den Gasmarkt. Das Unternehmen ist der staatliche Gasimporteur. Welche Mengen zusätzlich beschafft oder eingelagert werden sollen, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Gasspeicher dienen dazu, Gasbestände für Zeiten mit höherem Bedarf vorzuhalten. Für die Bundesregierung steht nach den vorliegenden Informationen insbesondere die Versorgungssicherheit im bevorstehenden Winter im Mittelpunkt. Die vergleichsweise niedrigen Speicherstände haben damit zu einem Kurswechsel geführt: Der Staat beschränkt sich nicht auf die Beobachtung der Marktentwicklung, sondern weist den staatlichen Importeur zu einer Erhöhung der Bestände an.

Angaben zu möglichen Kosten der Maßnahme, zu ihrer Finanzierung oder zu den Auswirkungen auf Gaspreise liegen nicht vor. Ebenso ist nicht bekannt, ob neben SEFE weitere Unternehmen oder Speicherbetreiber einbezogen werden. Fest steht lediglich, dass die Bundesregierung angesichts der niedrigen Füllstände handelt und die Speicher für den kommenden Winter besser absichern will.

Quelle: WELT ↗