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China und Indien signalisieren Bereitschaft zur Vermittlung im Ukraine-Krieg

China und Indien wollen sich nach russischen Angaben an möglichen Friedensgesprächen zur Ukraine beteiligen. Zugleich meldet Russland nach einem Drohnenangriff in Tatarstan Tote, Verletzte und Schäden.

China und Indien signalisieren Bereitschaft zur Vermittlung im Ukraine-Krieg
Foto: KURIER

China und Indien haben nach russischen Angaben ihre Bereitschaft signalisiert, sich an möglichen Friedensgesprächen über den Krieg in der Ukraine zu beteiligen. Chinas Staatschef Xi Jinping und Indiens Ministerpräsident Narendra Modi könnten demnach eine vermittelnde Rolle übernehmen. Kremlsprecher Dmitri Peskow zufolge begrüßt der russische Präsident Wladimir Putin dieses Angebot.

Die Angaben wurden im Zusammenhang mit dem bevorstehenden BRICS-Gipfel gemacht. Xi, Modi und Putin nehmen am Wochenende an dem Treffen in Neu-Delhi teil. Ob und in welcher Form die beiden Staaten tatsächlich an möglichen Verhandlungen beteiligt werden könnten, blieb zunächst offen. Fest steht nach den vorliegenden Angaben lediglich, dass China und Indien ihre Bereitschaft zur Vermittlung erklärt haben sollen und Russland diese grundsätzlich positiv bewertet.

Sowohl China als auch Indien gehören zu den wichtigsten internationalen Gesprächspartnern Russlands. Im vorliegenden Zusammenhang wurden jedoch keine konkreten Schritte, Gesprächsformate oder Bedingungen für eine mögliche Vermittlung genannt. Auch ist nicht bekannt, wann entsprechende Friedensgespräche beginnen könnten.

Parallel zu den diplomatischen Signalen wurden neue gegenseitige Angriffe im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg gemeldet. In der russischen Teilrepublik Tatarstan kam es nach Angaben des Bürgermeisters von Nischnekamsk zu einem ukrainischen Drohnenangriff. Dabei sollen zwei Menschen getötet und zwei weitere schwer verletzt worden sein.

Vier weitere Menschen erlitten demnach Verletzungen, als eine Drohne in ein Wohnhaus stürzte. Nach Angaben des Bürgermeisters wurden außerdem Industrieanlagen und zivile Objekte beschädigt. In einem Unternehmen brach den Angaben zufolge ein Feuer aus, das inzwischen gelöscht worden sei.

Nischnekamsk liegt in Tatarstan, einer russischen Teilrepublik. Der Vorfall steht nach den vorliegenden Informationen im Zusammenhang mit den anhaltenden gegenseitigen Angriffen im Ukraine-Krieg. Weitere Einzelheiten zu den Schäden, den Verletzten oder den Umständen des Angriffs wurden in der Meldung nicht genannt.

Damit treffen zwei Entwicklungen aufeinander: Während China und Indien eine mögliche Beteiligung an Friedensgesprächen in Aussicht stellen, gehen die militärischen Auseinandersetzungen weiter. Die russischen Angaben zu dem Drohnenangriff und den Opferzahlen stammen vom Bürgermeister von Nischnekamsk. Eine unabhängige Bestätigung der Meldungen liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Quelle: KURIER ↗