Iranische Gegner einer möglichen Verständigung mit dem früheren US-Präsidenten Donald Trump sollen nach Angaben von Insidern aus dem iranischen Machtapparat versucht haben, eine Vereinbarung durch geheime Vorbereitungen für Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus zu verhindern. Die Vorwürfe wurden von der New York Times unter Berufung auf iranische Regime-Insider veröffentlicht.
Demnach hätten Hardliner innerhalb des iranischen Machtapparats Maßnahmen vorbereitet, die eine Einigung mit Trump gefährden sollten. Im Mittelpunkt steht die strategisch wichtige Straße von Hormus, über die der Vorwurf zufolge Angriffe auf Schiffe geplant worden sein sollen. Ob es tatsächlich zu Attacken kam, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Ebenso bleibt offen, welche konkreten Schritte vorbereitet worden sein sollen.
Nach Darstellung der Informanten habe das Vorhaben dazu geführt, dass die Vereinbarung scheiterte. Die Angaben stellen damit einen direkten Zusammenhang zwischen den mutmaßlichen Vorbereitungen und dem Ende der Gespräche beziehungsweise der geplanten Verständigung her. Unabhängig bestätigt sind diese Vorwürfe in den vorliegenden Informationen jedoch nicht.
Irans Präsident soll dem Bericht zufolge wütend reagiert haben, als er von den Vorgängen erfahren habe. Die Reaktion wird als Hinweis auf einen Konflikt innerhalb der iranischen Führung dargestellt. Weitere Einzelheiten zu den beteiligten Personen, den Entscheidungswegen oder dem Zeitpunkt der mutmaßlichen Vorbereitungen liegen in den vorliegenden Angaben nicht vor.
Die Anschuldigungen stützen sich ausschließlich auf Aussagen von Insidern aus dem iranischen Machtapparat. Ihre Identität wird in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Damit ist nicht ersichtlich, in welcher Funktion sie tätig waren und auf welchem Weg sie Kenntnis von den behaupteten Vorgängen erhalten haben.
Der Fall berührt zugleich die Sicherheit in der Straße von Hormus und die internationalen Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten. Der Seeweg wird in den Angaben als Schauplatz der geplanten Angriffe genannt. Konkrete Informationen über betroffene Schiffe, mögliche Schäden oder eine öffentliche Reaktion der Vereinigten Staaten liegen nicht vor.
Der Bericht zeichnet somit das Bild eines Machtkampfs, bei dem iranische Hardliner eine Verständigung mit Trump durch sicherheitspolitische Schritte verhindert haben sollen. Wegen der nicht öffentlich belegten und auf anonymen Quellen beruhenden Angaben sind die Vorwürfe mit Vorsicht zu bewerten. Fest steht auf Grundlage der vorliegenden Informationen lediglich, dass Insider den Gegnern eines Abkommens eine gezielte Sabotage zuschreiben und dass Irans Präsident darauf verärgert reagiert haben soll.