Die Vereinigten Staaten schränken die Vergabe von Visa an südafrikanische Amtsträger ein. Das teilte US-Außenminister Marco Rubio mit. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit den politischen Spannungen zwischen Washington und Pretoria und richtet sich nach den vorliegenden Informationen gegen Vertreter der südafrikanischen Regierung beziehungsweise des öffentlichen Dienstes.
Rubio begründete den Schritt mit dem Vorwurf, Südafrika diskriminiere Weiße. Darüber hinaus verwies der US-Außenminister auf weitergehende Bedenken der US-Regierung zur rassischen Ungleichheit in dem Land. Nach Rubios Darstellung habe Südafrika diese Einwände bislang nicht ausgeräumt.
Konkrete Angaben dazu, welche Amtsträger von den Beschränkungen betroffen sind, wie viele Visa eingeschränkt werden oder wie lange die Maßnahme gelten soll, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Auch Einzelheiten zur praktischen Umsetzung der Visa-Beschränkungen wurden nicht genannt.
Die Entscheidung wurde in Washington bekannt. Sie markiert eine weitere Belastung im diplomatischen Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Südafrika. Im Mittelpunkt der US-Begründung stehen dabei Fragen des Umgangs mit ethnischen Gruppen sowie die Bewertung der rassischen Ungleichheit in Südafrika.
Die US-Regierung sieht ihre Bedenken nach den Angaben des Außenministers weiterhin als nicht beantwortet an. Eine ausführliche Reaktion Südafrikas auf die Visa-Beschränkungen ist in den vorliegenden Informationen nicht enthalten. Ebenso bleibt offen, ob die Einschränkungen auf bestimmte Kategorien von Visa begrenzt sind oder weitere südafrikanische Amtsträger betreffen könnten.
Die Visa-Maßnahme wurde von Rubio mit politischen und menschenrechtlichen Einwänden der Vereinigten Staaten begründet. Weitere Gründe oder zusätzliche Schritte der US-Regierung wurden nicht genannt.