In der Berliner Linken sorgt die in einem Audiomitschnitt dokumentierte Bewertung des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober für politische Kontroversen. Nach Informationen der WELT wird in der Aufnahme die Einstufung des Angriffs als „grausamer terroristischer Akt“ zurückgewiesen. Der Mitschnitt stammt demnach aus einer Sitzung der Arbeitsgemeinschaft „Palästinasolidarität“ der Berliner Linken.
In der Aufnahme erklärt ein Teilnehmer laut dem Bericht: „Wir sollten da deutlich sagen: Nein.“ Damit bezieht er sich demnach auf die Bezeichnung des Hamas-Angriffs als terroristischen Akt. Einzelne Mitglieder sollen den Angriff stattdessen als „Widerstand“ oder als „Selbstverteidigung“ bezeichnet haben.
Die Aussagen werden einzelnen Teilnehmern der Arbeitsgemeinschaft zugeschrieben. Aus ihnen lässt sich nach den vorliegenden Informationen nicht ableiten, dass die gesamte Partei diese Position vertritt. Die Meldung bezieht sich ausdrücklich auf Mitglieder der Berliner Arbeitsgemeinschaft und nicht automatisch auf die Berliner Linke insgesamt.
Der Vorgang steht im Zusammenhang mit der politischen Auseinandersetzung über die Bewertung des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober. In dem Audiomitschnitt wird nach Angaben der WELT insbesondere die Wortwahl diskutiert, mit der das Vorgehen der Hamas beschrieben werden soll. Eine abweichende Einordnung als „Widerstand“ oder „Selbstverteidigung“ stellt dabei die im Mitschnitt genannte Bewertung als terroristischen Akt infrage.
Die vorliegenden Informationen enthalten keine näheren Angaben zum Zeitpunkt der Sitzung, zur Identität der Teilnehmer oder zu möglichen Konsequenzen innerhalb der Partei. Auch ist daraus nicht ersichtlich, ob die Aussagen eine formelle Position der Arbeitsgemeinschaft oder lediglich Äußerungen einzelner Mitglieder wiedergeben. Fest steht nach dem Bericht lediglich, dass entsprechende Aussagen in einem Audiomitschnitt aus dem Umfeld der Berliner Linken dokumentiert sind.