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Weltweite Geschlechtergleichheit könnte noch 120 Jahre dauern

Das Weltwirtschaftsforum erwartet, dass die vollständige Gleichstellung der Geschlechter weltweit noch 120 Jahre entfernt ist. Österreich belegt in einem internationalen Ranking Platz 56 von 97 Ländern.

Weltweite Geschlechtergleichheit könnte noch 120 Jahre dauern
Foto: DER STANDARD

Die vollständige Gleichstellung der Geschlechter könnte weltweit noch Jahrzehnte auf sich warten lassen. Nach einer Einschätzung des Weltwirtschaftsforums könnte es bis zu 120 Jahre dauern, bis Frauen und Männer in allen relevanten Bereichen gleichgestellt sind.

Die Prognose verweist auf ein weiterhin langsames Vorankommen bei der Geschlechtergleichheit. Zugleich ist weltweit die Zahl der Ministerien gesunken, die von Frauen geführt werden. Damit zeigt sich auch auf Regierungsebene eine Entwicklung, bei der Frauen weniger stark in leitenden politischen Funktionen vertreten sind.

Österreich erreicht im internationalen Gleichstellungsranking Platz 56 von 97 untersuchten Ländern. Das Land liegt damit im Mittelfeld der ausgewerteten Staaten. Welche einzelnen Kriterien für die Platzierung ausschlaggebend sind, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Die Zahlen machen deutlich, dass Fortschritte bei der Gleichstellung nicht automatisch in allen Bereichen gleichermaßen stattfinden. Neben der langfristigen Perspektive des Weltwirtschaftsforums steht insbesondere die politische Repräsentation von Frauen im Mittelpunkt. Die Zahl der von Frauen geleiteten Ministerien gilt dabei als ein sichtbarer Indikator für ihre Beteiligung an staatlichen Entscheidungsprozessen.

Die Einschätzung des Weltwirtschaftsforums bezieht sich auf den weltweiten Zeitraum bis zur vollständigen Gleichstellung. Für Österreich weist das Ranking eine konkrete Platzierung unter den 97 berücksichtigten Ländern aus. Eine vollständige Bewertung der österreichischen Situation lässt sich aus der Platzierung allein jedoch nicht ableiten.

Die Entwicklung unterstreicht, dass die Gleichstellung der Geschlechter international weiterhin nicht als erreicht gelten kann. Das lange erwartete Zeitfenster von 120 Jahren und der Rückgang von Frauen an der Spitze von Ministerien weisen auf anhaltende Herausforderungen hin. Österreichs Rang 56 zeigt zugleich, dass auch hier noch deutlicher Abstand zu einer vollständigen Gleichstellung besteht.

Quelle: DER STANDARD ↗