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Von der Leyen schlägt assoziierte EU-Mitgliedschaft für Kanada vor

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen Status als „assoziiertes Mitglied“ für Kanada ins Gespräch gebracht. Der Vorstoß soll die EU-Mitgliedstaaten überrascht haben, während Ottawa die Erwartungen rasch dämpfte.

Von der Leyen schlägt assoziierte EU-Mitgliedschaft für Kanada vor
Foto: POLITICO Europe

Brüssel – EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen besonderen Status für Kanada innerhalb der Europäischen Union ins Gespräch gebracht. Nach Angaben von POLITICO Europe schlug sie eine „assoziierte Mitgliedschaft“ des nordamerikanischen Landes vor. Der Vorstoß hat in den Beziehungen zwischen der EU und Kanada politische Aufmerksamkeit ausgelöst.

Für die EU-Mitgliedstaaten kam die Idee offenbar überraschend. Nach vorliegenden Informationen soll von der Leyen den Vorschlag präsentiert haben, ohne die Hauptstädte der Mitgliedstaaten zuvor umfassend zu konsultieren. Wie ein solcher Status konkret ausgestaltet werden könnte, wurde in den vorliegenden Angaben nicht näher erläutert.

Die Reaktion aus Ottawa fiel zurückhaltend aus. Kanada dämpfte die Erwartungen an den Vorschlag demnach bereits kurz nach dessen Bekanntwerden. Damit ist offen, ob die Idee zu weiteren politischen Beratungen zwischen der EU und Kanada führen wird oder ob sie zunächst ohne konkrete Folgen bleibt.

Der Vorstoß betrifft das Verhältnis zwischen der Europäischen Union und Kanada. Beide Seiten stehen damit vor der Frage, welche politische Bedeutung einer möglichen assoziierten Mitgliedschaft zukommen könnte. Konkrete Entscheidungen, Vereinbarungen oder ein formeller Prozess wurden bislang nicht genannt.

Die Meldung wurde von POLITICO Europe veröffentlicht. Sie verweist darauf, dass der Vorschlag innerhalb der EU zunächst nicht abgestimmt gewesen sein könnte und bei den Mitgliedstaaten deshalb für Überraschung sorgte. Zugleich machte die Reaktion der kanadischen Regierung deutlich, dass Ottawa die Erwartungen an eine solche Regelung derzeit begrenzt hält.

Quelle: POLITICO Europe ↗