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Russisch-kanadischer Soziologe in Russland zu sieben Jahren Straflager verurteilt

Der 70-jährige Soziologe Nikolaj Sjusew ist in Russland wegen „Landesverrats“ zu sieben Jahren Haft in einem Straflager verurteilt worden. Menschenrechtsorganisationen bezeichnen ihn als politischen Gefangenen.

Russisch-kanadischer Soziologe in Russland zu sieben Jahren Straflager verurteilt
Foto: n-tv

Der russisch-kanadische Soziologe Nikolaj Sjusew ist in Russland wegen „Landesverrats“ zu sieben Jahren Haft in einem Straflager verurteilt worden. Das berichtete der Nachrichtensender n-tv unter Berufung auf die vorliegenden Informationen. Der genaue Ort des Verfahrens wurde nicht genannt.

Sjusew ist 70 Jahre alt. Den Angaben zufolge werfen ihm die russischen Behörden vor, für die Europäische Union spioniert und Befreiungsbewegungen organisiert zu haben. Weitere Einzelheiten zu den konkreten Vorwürfen, zum Ablauf des Verfahrens oder zu möglichen Beweisen wurden nicht mitgeteilt.

Menschenrechtsorganisationen betrachten Sjusew als politischen Gefangenen. Damit stellen sie das Verfahren und die gegen ihn erhobenen Vorwürfe in einen politischen Zusammenhang. Ob und in welcher Form Sjusew selbst zu den Anschuldigungen Stellung genommen hat, ist aus den vorliegenden Informationen nicht ersichtlich.

Das Urteil sieht eine siebenjährige Haftstrafe in einem Straflager vor. Angaben dazu, wann die Strafe angetreten werden soll oder in welcher Einrichtung Sjusew untergebracht wird, liegen nicht vor. Auch Informationen über ein mögliches Rechtsmittel wurden nicht veröffentlicht.

Der Fall reiht sich nach Darstellung der Menschenrechtsorganisationen in den Umgang Russlands mit Personen ein, die politisch verfolgt würden. Konkrete Angaben zu weiteren Verfahren oder zu einem größeren Zusammenhang enthält die Meldung jedoch nicht. Die Informationen zu Sjusew beruhen auf einem Bericht von n-tv.

Quelle: n-tv ↗